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Sabine Spitz im Ziel des Mountainbike Marathons
Vom Krankenbett aufs Podium/ 08.10.13
(Foto: R. Schäuble)
Beim zweiten verletzungsbedingten Comeback des Jahres überraschte Sabine nur fünf Wochen nach der Operation der Schulter mit Rang 2 bei den Deutschen Meisterschaften im Mountainbike Marathon. Dabei lag sogar der Sieg in Rechweite. Auf der 83 Kilometer langen Runde lag sie bis 2 Kilometer vor dem Ziel zusammen mit Silke Schmidt (München) in Führung. Die fehlende Fahrpraxis nach 6 Wochen Rennpause, gab auf dem aufgeweichten Kurs letztlich den Ausschlag. In einer schlammigen Rechtkurve war Sabine vielleicht etwas zu vorsichtig, was die Münchnerin nutzen konnte und so nach 3:24:29 Std. als Siegerin ins Ziel fuhr. Nur 28 Sekunden später durfte sich Sabine trotzdem als Gewinnerin fühlen. Denn noch Mitte September schien ein schnelles Comeback völlig ausgeschlossen. Doch schnell kehrte das Kämpferherz zurück, das jetzt mit dem Gewinn der Deutschen Vizemeisterschaft belohnt wurde. „Silke ist ein sehr starkes Rennen gefahren, sie hat verdient gewonnen. Ich bin glücklich, dass ich hier starten konnte und dass es jetzt sogar eine Medaille wurde ist für mich sensationell. So ist es für mich doch noch ein Jahr mit einem Happy End" freute sich Sabine über den Erfolg.

Vor fünf Wochen lag Sabine nach überstandener Schulteroperation noch im Krankenbett der Crossklink Basel und die Gedanken waren ganz andere als ein nochmaliger Start in diesem Jahr. Doch beim Weltcup-Finale vor drei Wochen in Norwegen – das sie als Zuschauerin erlebte - kam der Gedanke es doch nochmals zu versuchen. Die Deutschen Marathon Meisterschaften am 6.10. schienen im Bereich des Möglichen. Was eine vage Idee war, wurde dann doch Wirklichkeit. Nach einem letzten Check der Schulter am Dientag vor dem Rennen gab es auch aus medizinischer Sicht grünes Licht, wenn auch unter dem Vorbehalt, dass die Bedingungen gut bzw. trocken sein sollten, wegen des Sturzrisikos. Doch auch eine sich stetig verschlechternde Wetter-Prognose und heftiger Regen am Tag vor dem Event konnten Sabine dann nicht mehr davon abhalten es zu versuchen. „Ich wollte es durchziehen, gab mir aber die Vorgabe sehr vorsichtig zu agieren“ berichtet sie über die Vorgeschichte. Das erklärt auch, dass es dann eine rutschige Schlamm-Passage war die kurz vor dem Ziel das Rennen entschieden hat. Silke Schmidt konnte den Vorteil nutzen und vor Sabine den Titel gewinnen. Sie waren übrigens die letzen beiden „Mohikaner“ einer anfänglich 10-köpfigen Spitzgruppe. Diese reduzierte sich zur Rennhälfte auf 5 Fahrerinnen. Im letzten längeren Anstieg forcierte die Münchnerin dann derart das Tempo, dass nur noch Sabine folgen konnte und wenig später die Führung übernahm. Doch ein unnötiges großes Risiko wollte und konnte Sabine aber nicht eingehen um die Führungsposition bis in Ziel zu verteidigen.
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 Sabine besuchte beim Weltcup in Hafjell auch die Olympiaschanze in Lillehammer
Vor dem Comeback/ 02.10.13
(Foto: R. Schäuble)
Sabine wird am kommenden Wochenende die Rückkehr in das Renngeschehen wagen. Sie will bei den Deutschen Mountainbike-Marathon Meisterschaften in Münsingen an den Start gehen. Anfang der Woche hat sie dafür grünes Licht von den betreuenden Medizinern bekommen. „Ich will natürlich kein unnötiges Risiko eingehen, aber ich glaube es besser das Mountainbike-Jahr so zu beenden als im Krankenbett“ erklärt Sabine ihre Motivation. Vor rund fünf Wochen wurde Sabine durch einen Sturz beim Training auf der WM Strecke in Südafrika aus allen Medaillen-Träumen gerissen und hatte sich erneut eine schwere Schulterverletzung zugezogen. Nach dem physisch wie psychischem Niederschlag ist nun der Optimismus zurückgekehrt. „Am Anfang habe ich mir intensiv die Sinnfrage gestellt und ernsthaft überlegt das Bike an den Nagel zu hängen, aber nach etwa einer Woche war für mich klar, dass ich so auf keinen Fall aufhören will. Ich bin halt eine Kämpferin“ erklärt Sabine. Nachdem die verletzungsbedingten Nachwirkungen in den ersten Wochen nach der OP eher problematischer waren als das letzte Mal, verlief der Heilungs-Prozess seither deutlich besser als sie erwartet hat. „Im Mai war ich mitten in der Saison und wollte deshalb schnellst möglich aufs Rad zurück. Diesmal war für mich die Saison eigentlich beendet und habe mir so mehr Zeit gelassen. Offensichtlich hat mir auch dieser Weg gut getan“ sagt Sabine dazu.

Es war beim Weltcup-Finale vor drei Wochen in Norwegen, bei dem sie ihr Haibike Pro Team beleitet hat, als der Gedanke kam, diese Jahr vielleicht doch nochmals an den Start zu gehen. Die Marathon-DM wäre bot sich als passende Gelegenheit an. Nach einer ersten Kontrolle bei Dr. Gösele in der Crossklink Basel, wurde sie in ihrem Vorhaben bestärkt. „Der Zustand war erstaunlich stabil und aus medizinischer Sicht schien mir der Wettkampf-Einsatz bei einem technisch wenig schwierigen Marathon, bei weiterhin gutem Heilungsverlauf realistisch“ so der Mediziner, der Sabine auch schon an der linken Schulter behandelt hatte. Fortan versuchte sich Sabine wieder auf dem Bike, was ohne große Modifikationen am Rad auf Anhieb recht gut gelang. „Ich habe mich recht sicher gefühlt und war glücklich, mich bei dem schönen Herbstwetter wieder etwas bewegen zu dürfen“ schildert Sabine und ergänzt. „Auf eine besondere Schonhaltung hatte ich dieses Mal bewusst verzichtet, weil sich das letzte Mal daraus einige Probleme ergaben. Allerdings stieg ich dort auch schon wieder früher aufs Bike“
Auch in der verletzungsbedingten Zwangspause war Sabine nicht untätig. Neben intensiver Therapie gab es etliche PR Termine wie z.B. die Vortragsreihe „Köpfe dieser Zeit“, die in Karlsruhe, Stuttgart und Berlin von einem großen Deutschen Energieversorger veranstaltet wurde. Das war auch eine willkommene Gelegenheit das Geschehene mit zu verarbeiten. Der Zuspruch war immens und damit wurde Sabine mehr und mehr darin bestärkt, dass eine solche Pechsträne nicht der Schlussakt dieser langen, erfolgreichen Karriere sein darf. Die Moderatorin Martina Meisenberg konnte Sabine sogar einen Ausblick in Richtung Rio 2016 entlocken. „Hmm nachdem dieses Jahr ja kein richtiges war. Muss ich vielleicht doch noch etwas dranhängen und dann ist Rio ja auch nicht mehr weit“ scherzte Sabine auf die Frage, ob die nächsten Spiele für sie noch ein Thema seien. Aber ganz soweit ist noch nicht. Doch zumindest hat Sabine schon mal die WM Strecke des kommenden Jahres gründlich inspiziert. Damit ist klar, dass sich die Gedanken bei ihr intensiv um die Mountainbike-Saison 2014 drehen.
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  Sabine Spitz nach der OP in der Crossklinik Basel
Schock für Sabine/ 30.08.13
(Foto: R. Schäuble)
Das sensationelle Comeback von Sabine nach der Schulterverletzung an Pfingsten wurde bei den Mountainbike-Weltmeisterschaften in Südafrika jäh beendet. Die unglaubliche Pechsträhne setzte sich damit fort und statt des erhofften Happy-Ends eines schwierigen Jahres wurde das Mountainbike-Highlight zum persönlichen Desaster. Beim ersten Training auf der WM-Strecke stürzte Sabine auf einer extrem steilen, mit großen Holzstufen durchsetzten Abfahrt. Dabei überschlug sie sich mit dem Bike und landete Kopfüber auf der rechten Schulter. Die erste, niederschmetternde Diagnose deutete auf eine erneute Schultereckgelenkssprengung hin. Diesmal auf der rechten Seite. Das war nicht nur das WM-Aus sondern ist auch das vorzeitige Ende der Saison. Nach der Rückreise wurde Sabine bereits am Freitag in der Crossklinik Basel von Dr. Andreas Gösele und Dr. Christoph Wullschläger operiert. Die Operation verlief gut und bestätigte aber die erste Diagnose der Schultreckgelenkssprengung. Der Grad der Verletzung (Rockwood 4) ist identisch zur Schulterverletzung links. Der Schock und der Frust ist bei Sabine riesig. „Ich kann es gar nicht wirklich in Worte fassen. Ich bin so frustriert und weiß nicht ob ich nochmals die Kraft habe zurückzukommen“ sagte sie direkt nach dem Unfall.

Es schien alles perfekt zu sein mit Blick auf die 19. Teilnahme bei den Mountainbike-Weltmeisterschaften. Nach dem Sturz beim Weltcup vor Pfingsten in Albstadt auf der anderen Schulterseite schmerzhaft aufgeschlagen und hatte sich nach Operation und Reha durch den Weltcupsieg in Andorra innerhalb kürzester Zeit spektakulär in der Weltspitze zurückgemeldet. In Südafrika zählte sie zu den Titelanwärterinnen, fühlte sich „in Topform und war heiß auf dieses Rennen.“ Wer Sabine kennt, weiß, dass so etwas bei ihr keine leeren Versprechungen sind. Zu gut kennt sie sich und ihren Körper. Nach vier Jahren WM-Pech in Folge, sollte es dieses Mal klappen. Schon am Montagabend direkt an der Anreise hatte sie sich auf der Strecke einen ersten Eindruck verschafft, um dann am Dienstag richtig zu trainieren. Die Strecke war weitgehend identisch zum Weltcup-Kurs 2012 und die neuen oder geänderten Streckenteile - bis etwas zur Hälfte der Runde - hatte sie gut im Griff. An der berüchtigten Steilabfahrt „Shakas Playground“ waren die Stufen – vor allem die Einfahrt – noch höher als im Vorjahr. Und schon vor Jahresfrist wurde dieser Abschnitt von den Sportlern als „grenzwertig“ beurteilt. Doch der Organisation und dem Weltverband UCI war es wohl noch nicht gefährlich genug… Sabine wagte einen ersten Versuch, der zwar gelang aber nicht optimal war. Deshalb versuchte sie es ein zweites Mal. Dabei kam sie mit dem Vorderrad zwischen zwei Stufen, so dass Bike abrupt abbremste und Sabine keine Chance hatte den Überschlag und damit die Verletzung zu vermeiden. Die Stelle wurde später wieder entschärft. Zu spät, denn es gab sehr viele Stürze an dieser Stelle. Es scheint, dass die verantwortlichen Funktionäre ihrer Verantwortung nur ungenügend gerecht werden und grob fahrlässig handeln.
Bei Sabine herrscht jetzt tiefste Depression. „Das ist für mich ein extremer Rückschlag, wo ich noch immer nicht so richtig fassen kann und das zum zweiten Mal in diesem Jahr. Ich werde mir Zeit lassen um wieder gesund zu werden und dann werde ich sehen wie es weitergeht, die Saison ist eh vorbei“ sagte sie nach der Operation. Normaler Weise beginnt für Sabine Mitte November wieder die Vorbereitung auf die neue Saison.
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 Beim Mountainbike Swiss Cup in Davos in Führung
Rang 3 in Davos/ 05.08.13
(Foto: R. Schäuble)
Eine Woche nach dem Weltcup-Sieg in Andorra, ging es für das Sabine beim sechsten Lauf zum Swiss Cup in Davos, vor allem darum eine erneute Wettkampfbelastung zu haben. Nach eine anstregende Woche mit vielen Terminen – unter anderm der Eröffnung der „Sabine Spitz Mountainbike Arena“ in Bad Säckingen und dem Haibike Produkt Launch 2014 in Österreich waren die Voraussetzungen für ein gutes Rennen nicht optimal. Im international sehr stark besetzten Rennen der Damen präsentierte sich Sabine aber trotzdem in sehr guter Verfassung und belegte sie nach sechs Runden mit je 4,8km Rang 3. Nur die Norwegerin Gunn-Rita Dahle und Teamkollegin Kathrin Stirnemann waren 14 Sek bzw. 5 Sek. schneller. Über weite Strecken des Rennens dominierte Sabine sogar - zusammen mit der Norwegerin - das Geschehen an der Spitze. Als allerdings nach vier Runden der Regen eines heftigen Gewitters die Strecke in eine Rutschbahn verwandelte, verlor sie etwas an Boden und musste im Downhill zum Ziel Kathrin Stirnemann vorbei ziehen lassen „Im Moment fehlt mir einfach noch die Sicherheit in den technischen Passagen, gerade wenn es nass ist“ so Sabine. Mit dem Rennen und dem Ergebnis war sie aber trotzdem hoch zufrieden. „Es war eine sehr gute Belastung und trotz einer anstrengenden Woche, habe ich mich gerade in den Anstiegen sehr gut gefühlt“

Sabine reiste direkt von der Haibike Produkt Präsentation 2014 nach Davos. Zwei Tage lang wurden dort mit Unterstützung des Sabine Spitz Haibike Pro Teams alle Haibike Neuheiten den Händlern und der Presse ausführlich vorgestellt. Dass dabei die Rennvorbereitung ein wenig zur kurz kam, nahm man gerne in Kauf, auch weil es in Davos vor allem darum ging, weitere Wettkampfpraxis zu sammeln und eine intensive Belastung zu haben.
Natürlich wollte Sabine auch ein gutes Rennen fahren, was auch sehr gut gelang. Bereits Ende der ersten Runde war sie an vorderster Front des Damenfeldes zu finden, obwohl sie direkt nach dem Start von einer Konkurrentin unfair abgedrängt wurde und in Folge dessen einen Abhang hinabstürzte. Zum Glück blieb die unsanfte Landung ohne größere Folgen. Auf den nächsten Runden entwickelte sich vor den Kameras des Schweizer Fernsehens ein spannendes Rennen mit insgesamt sechs Fahrrinnen an der Spitze. Das Niveau war hoch, wobei Sabine entscheidende Akzente setzen konnte und mehrmals an der Spitze zu finden war. In der vierten Runde gelang es ihr, sich zusammen mit Dahle leicht abzusetzen. Doch dann kam der große Regen. Ein kurzes aber heftiges Gewitter verwandelte die Runde in eine einzige Rutschbahn. Die mittlerweile auf drei Fahrerinnen dezimierte Verfolger-Gruppe schloss wieder auf und der Kampf um die Podiums-Platzierungen entbrannte erneut. In den Abfahrten verlor Sabine stets etwas an Boden, den die in den Anstiegen wieder gut machte. Doch Gunn-Rita Dahle schaffte es sich in der letzten Runde ein paar Sekunden abzusetzen und den kleinen Vorsprung ins Ziel zu retten. Sabine lag vor der letzten Abfahrt noch auf Rang zwei. Sie wollte aber kein allzu großes Risiko mehr eingehen, so dass Teamkollegin Kathrin Stirnemann mit ihrer exzellenten Fahrtechnik leichtes Spiel hatte, an Sabine noch vorbei zu gehen.
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 Top drei beim Mountainbike Weltcup in Andorra
Weltcup-Sieg in Andorra/ 29.07.13
(Foto: R. Schäuble)
Beim vierten Lauf zum Mountainbike Weltcup in Andorra schaffte Sabine 10 Wochen nach ihrer schweren Schulterverletzung ein wirklich sensationelles Comeback in der Weltserie des Mountainbike-Sports. In einer dramatischen Entscheidung siegte sie nach 21,25 Kilometern in 1:26:54 Std. mit nur einer Sekunde Vorsprung auf die Tschechin Katerina Nash. Dritte wurde Eva Lechner aus Italien, vier Sekunden zurück. Genau vor einem Jahr ist Sabine das letzte Mal bei einem Weltcup gestartet und es sind fast genau 11 Jahre her – ebenfalls 4. Lauf zum MTB Weltcup in Vancouver 2002 - als Sabine zuletzt ein Weltcup-Rennen gewonnen hat. „Ich kann es selber kaum glauben. Das Rennen lief aber einfach perfekt für mich obwohl gerade im technischen Bereich noch etwas Defizite habe. Die Schulter hat mir keinerlei Probleme gemacht. Erst in der letzten Runde habe ich realisiert, dass ich es heute schaffen kann, wieder einmal ganz oben auf dem Weltcup-Podest zu stehen und habe dann alles gegeben.“ jubelte Sabine über ihren Sieg. Eigentlich sollte der Weltcup nach dem langen Ausfall in lediglich eine erste Standort-Bestimmung sein, mit Blick auf die Weltmeisterschaften Ende August. Nun kann Sabine definitiv optimistisch in Richtung WM blicken, die in Südafrika stattfinden wird. „Ich weiß natürlich, dass das jetzt für die WM noch nicht soviel bedeutet. Aber es gibt einem eine zusätzliche Motivation um auf den Saisonhöhepunkt hinzuarbeiten und die Gewissheit auf dem richtigen Weg zu sein.“ Meinte Sabine zu den WM-Aussichten. Es war übrigens das erste Mal, dass Sabine bei einem Weltcup ein 29er Bike – das Haibike Greed 29 – eingesetzt hat. „Ich glaube das hilft mir im Moment sehr und ich fühle mich jetzt wirklich wohl auf dem Bike.

Sabine war schon ab der zweiten von insgesamt fünf Runden in der sechsköpfigen Spitzgruppe vertreten, nachdem sie in der ersten Phase des Rennes noch nicht soweit vorne zu finden war und bei der ersten Zwischenzeit lediglich auf Rang 16 notiert wurde. Als Sabine aber neben Katharina Nash, Gunn-Rita Dahle, Maja Wloszczowska, Eva Lechner und Jolanda Neff mit das Tempo bestimmte, wurde dies dies von den Experten mit einigem Erstaunen zur Kenntnis genommen. Denn nach dem langen Ausfall und dem letzen internationalen Einsatz bei der WM im September des letzten Jahres, hatte wohl niemand ernsthaft damit gerechnet, dass die älteste Starterin im Feld nach der Verletzungspause so weit vorne würde fahren können. Auch ganz ehrlich auch sie selber nicht. „Ich hätte im Vorfeld nie und nimmer gedacht, dass ich hier in einer Spitzengruppe bestehen kann“ erklärte Sabine nach dem Rennen. Trotz des extrem hohen Tempos und den harten Positionskämpfen gab es bis zur letzen Runde noch keine Vorentscheidung um den Sieg. Im letzen, sehr steilen Anstieg über eine Skipiste, etwa 1,5 km vor dem Ziel lag Sabine noch 9 Sek. hinter der dort führenden Tschechin Nash. Direkt am Hinterrad lag Eva Lechner und weitere 10 Sek zurück die favorisierte Norwegerin Gunn-Rita Dahle. Es war zu dem Zeitpunkt klar, dass die Entscheidung zwischen diesen vier fallen würde. Sabine rückte immer näher zu der Tschechin auf während Lechner leicht zurückfiel. Am höchsten Punkt schaffte es Sabine dann, sich mit letzter Kraft an Nash vorbei zu schieben und als Erste in die folgende Abfahrt zu gehen. Dort fuhr sie ein paar Meter Vorsprung heraus, den sie dann mit aller Routine bis ins Ziel brachte. „Nachdem ich vorne lag, war alles nur noch ein Sprint“, berichtete Sabine, „aus jeder Kurve heraus beschleunigen und als ich kurz vor dem Ziel war, dachte ich: das lässt du dir nicht mehr nehmen.“ Damit wurde der zweite Weltcup-Sieg ihrer Karriere Realität.
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 Podium bei den Deutschen Mountainbike Meisterschaften 2013
DM Titel bei Comeback/ 15.07.13
(Foto: R. Schäuble)
Solch’ ein Comeback hatten nicht einmal Insider für möglich gehalten. Nur acht Wochen nach ihrer Schulter-OP sicherte sich Sabine in Bad Salzdetfurth ihren zwölften deutschen Mountainbike-Titel im Olympischen Cross-Country. „Ich bin selbst etwas überrascht, dass ich so souverän agieren konnte und natürlich überglücklich. Der geradezu sensationell verlaufene Heilungsprozess hat das möglich gemacht. Das ist ein ganz besonderer Titel für mich“, so die Olympiasiegerin von Peking. Souverän hatte Sabine die sieben Runden am Rande des Harzes absolviert – und nach 1:30,14 Stunden über eine Minute Vorsprung auf die Zweitplatzierte herausgefahren. „Schmerzen“ im noch immer mit einem Nagel stabilisierten Gelenk verspürte sie nicht. In den sehr steilen Anstiegen konnte sich Sabine frühzeitig absetzen, in den Downhill-Passagen ging sie kein unnötiges Risiko ein. Erstmals setzte Sabine dabei ein Haibike 29er Bike ein. „Das hat mir in den Abfahrten mehr Sicherheit gegeben und die etwas aufrechtere Position hat die Schulter entlastet“ sagte Sabine zur Material-Wahl.

Direkt nach dem Start machte Sabine schnell klar wie die Zielsetzung für die Deutschen Meisterschaften lauten würde: Trotz des Handicaps der fehlenden Rennpraxis und einer seit Pfingsten andauernden Rekonvaleszenz-Zeit wollte sie die Chance auf eine Titel-Verteidigung waren. „Ich wollte vorne sein, um meinen Rhythmus fahren zu können und um gerade in Abfahrten frei agieren zu können. Es war klar, dass ich dort noch Defizite haben würde“ sagte Sabine zu ihrer Renntaktik. In der Tat war es so, dass die Titelverteidigerin in den technischen Passagen stets etwas an Boden verlor, um dann bergauf wieder Boden gut zu machen. Dabei präsentierte sich die 3,5 Km lange Runde im Vorderharz, auf der 170hm zu bewältigen waren, als äußerst anspruchsvoll und ruppig. „Bei der Besichtigung hatte ich schon ein wenig Bedenken, ob das meine Schulter durchhalten würde“ gab Sabine im Nachhinein zu Protokoll. Doch die Bedenken bestätigten sich nicht. Sie absolvierte die sieben zu fahrenden Runden mit der Präzision eines Uhrwerks, ohne Wackler, ohne Schwäche, ruhig und konzentriert. Die Konkurrenz dagegen, die ihr Anfangs noch dicht im Nacken lag, verlor zusehends an Boden und spätestens im letzten Renndrittel war klar, dass nur noch ein Sturz oder ein technisches Problem die Alt-Meisterin and er Titelverteidigung hätte hindern können. So wurden die letzten Runden zur Triumphfahrt. „Ich war wirklich sehr überrascht, dass ich diese unrhythmische Belastung mit den vielen Kraftspitzen so gut wegstecken konnte. Seit Ende April bin ich eigentlich kein echtes Cross-Country Rennen mehr gefahren. Und im Training kann man das nicht wirklich gut simulieren“ zeigte sich Sabine froh über die eigene Leistungsfähigkeit. Damit stand Sabine bei den insgesamt 24. Deutschen Mountainbike Meisterschaften im Olympischen Cross-Country, das 16. Mal in Folge auf dem Podium. Das dürfte eine einmalige Bilanz im Deutschen Radsport sein.
Der Blick geht für Sabine aber nach vorne. Auf dem Weg zur WM (31.08. in Südafrika) hat sie in zwei Wochen ihren ersten Weltcupstart (Andorra) dieses Jahr auf dem Programm. Die WM Ende August bleibt das große Ziel in einer Saison, die mit einer komplizierten Schultereckgelenkssprengung eigentlich schon beendet schien.
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 Erstes TRaining auf der Rolle
Schuften für das Comeback/ 01.07.13
(Foto: R. Schäuble)
Der Weg zurück auf die Mountainbike-Strecken dieser Welt ist für Sabine nach der Schulterverletzung (Schultereckgelenkssprengung 4. Grades) lang und steinig, auch wenn sie sich mit ruppigem Gelände natürlich bestens auskennt. Nach sechs Wochen seit der Operation schaut Sabine wieder zuversichtlicher auf die kommenden Wochen und Monate. Das Krankenbett konnte sie schon vor längerer Zeit wieder gegen den Fahrradsattel tauschen. Seither arbeitet sie konsequent an ihrem Comeback. Zuerst mit leichtem Training auf einem modifizierten Bike mit stationärer Rolle, danach auf der Strasse wo sie sich Schritt für Schritt wieder an eine sportlichere Position herangetastet hat. Neben Ausdauertraining bedeutet der Weg zurück vor allem aber auch viel Therapie um die Schulter zu stabilisieren und die Beweglichkeit zurück zu erhalten. Mit dem Heilungs-Fortschritt ist sie und das betreuende Umfeld sehr zufrieden. Team-Physiotherapeut Volker Teubler (Murg), der sie von der ersten Minute nach dem Unfall, über die ganze Zeit intensiv betreut, ist überrascht, dass nach so kurzer Zeit die Schulter schon wieder so mobil ist. „In meiner langjährigen Erfahrung habe ich das bisher so noch nicht erlebt“ bekennt er. Mittlerweile hat Sabine auch einen ersten leichten Test im Gelände gewagt, nachdem sie vom verantwortlichen Arzt Dr. Andreas Gösele (Crossklinik Basel) dafür grünes Licht bekommen hat. Auch dieser ist insgesamt positiv verlaufen und lässt hoffen. Die Schulter war stabil und weitestgehend schmerzfrei. Die Weltmeisterschaften Ende August kann sie nach dem aktuellen Stand der Dinge fest ins Visier nehmen. Selbst ein Start bei den Deutschen Meisterschaften in zwei Wochen ist nicht ausgeschlossen. Ob dies möglich sein wird, werden die nächsten Tage entscheiden, in denen sie das Training im Gelände intensivieren will. „Ich muss sehen wie es sich entwickelt und was für ein Gefühl ich habe. Erzwingen will ich nichts auch wenn sich gerne bei der DM dabei wäre. Ich werde mich da auch mit Andi Gösele abstimmen ob es sinnvoll ist einen Start zu wagen“ sagt Sabine dazu.

Der Frust war für Sabine groß nach dem verletzungsbedingten Aus beim Weltcup Auftakt in Albstadt. Die Ungewissheit was genau los ist, wie langwierig die Verletzung sein wird, mitten in der Saison bzw. zu einem Zeitpunkt wo es richtig losgehen sollte, war schwer zu ertragen. Die gesamte Planung war plötzlich Makulatur. Es war eine Situation mit der Sabine in ihrer nun schon fast 20 Jahre lang währenden Karriere so noch nie konfrontiert wurde. Doch wer Sabine kennt weis, dass sie nicht lange zurückschaut und ihr Blick eher nach vorne geht, ganz nach ihrem Motto „Immer einmal mehr aufstehen als hinfallen“. „Das war schon hart so aus der Saison gerissen zu werden. Ausgerechnet vor dem ersten wichtigen Rennen des Jahres, das dazu noch ein Heimspiel gewesen wäre. Da kommt man schon etwas ins hadern. Aber es ist passiert und man muss versuchen das Beste aus der Situation zu machen““ schildert Sabine die Situation..
Seither ist viel passiert. Sabine hat all ihre Kraft und Anstrengung darin investiert den Heilungsprozess so gut wie möglich zu unterstützen. Die Trainingseinheiten auf dem Rad wurden stets begleitet durch intensive Physiotherapie und gezielte Kräftigungsprogramme, um die in Mitleidenschaft gezogene Schulter-Muskulatur zu trainieren. Denn gerade diese ist beim Mountainbiken besonders wichtig. Betreut vom heimischen Physiotherapeuten und den Ärzten der Crossklinik Basel wurden alle therapeutischen Maßnahmen ausgelotet, um Sabine so schnell wie möglich wieder fit zu machen. „Das war kein Spaß, aber sehr effektiv“ berichtet sie mit Blick auf die letzten Wochen. Denn aufgeben wollte sie diese Saison zu keinem Zeitpunkt. Selbst die Europameisterschaften in Bern waren anfänglich als Ziel für das Comeback noch ein Thema. Das war allerdings zu optimistisch, wobei es Dr. Andereas Gösele durchaus im Bereich des Möglichen gesehen hat. Es wäre allerdings mit einem sehr hohen Risiko verbunden gewesen. Deshalb hat Sabine von diesem Vorhaben abgesehen – zumal sie vom BDR auch gar nicht angefragt wurde – um sich mehr Zeit zu geben,. für den ersten Wettkampfeinsatz.
Wann dieser sein wird hängt letztlich vom Befinden ab und denn ersten längeren Trainingeinheiten im Gelände. Davon unabhängig wird Sabine auf der Strasse und auch auf der Rolle weiterhin fleißig Kilometer sammeln um zumindest physisch schnellst möglich wieder Anschluss an die alte Leistungsfähigkeit zu finden. Ob das klappt ist offen. Denn es fehlen die Erfahrungswerte, wie man in der Saison einen derart langen Unterbruch kompensieren kann „Ich bin selber sehr gespannt wie meine Form sein wird. Insgesamt fühle ich mich recht gut, bin aber natürlich nicht da wo ich aufgehört habe. Ein Problem werden die fehlenden Intensitäten sein.“ zeigt sich Sabine verhalten optimistisch. Allerdings hat sie auch noch etwas Zeit. Denn sportlich hat sie sich vor allem die WM Ende August in Südafrika auf die Fahnen geschrieben. Bis dahin besteht die Möglichkeit noch genügend Rennkilometer zu sammeln, auf dem Weg zurück. Und schließlich kennt sich Sabine mit steinigen und ruppigen Wegen ja bestens aus.
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 FotoSabine
Sabine nach Sturz verletzt/ 20.05.13
(Foto: R. Schäuble)
Sabine ist am Samstag in Albstadt beim Abschluss-Training zum ersten Mountainbike-Weltcup sehr unglücklich gestürzt und hat sich dabei eine schwere Schulterverletzung zugezogen. Sie wäre mit der Start-Nummer eins ins Rennen gegangen und hatte bei ihrem Heimrennen beste Aussichten auf eine Podiums-Platzierung. „Es ist extrem frustrierend hier in Albstadt nicht starten zu können. Ich war gut vorbereitet und das hätte gut gepasst. Aber so ist das im Sport. Ich muss jetzt aber nach vorne schauen und hoffe schnellst möglich wieder gesund zu werden“ gab die Deutsche Meisterin zu Protokoll bevor sie zu weiteren ärztlichen Untersuchungen abreiste.

Es war am Samstag ein Schock für alle Beteiligten. Die Nachricht vom Sturz und der Verletzung von Sabine verursachte erst Ungläubigkeit, die dann langsam in Fassungslosigkeit überging. Es ging schließlich um die Startnummer 1. Dementsprechend schnell verbreitete sich die Nachricht im Fahrerlager, da war noch gar nicht klar welche Folgen der Trainingssturz haben würde. Allerdings bestätigten sich die Befürchtungen. Die erste Diagnose „eine schwere Schultereckgelenks-Sprenung“ sollte bei einer zweiten Untersuchung in der Basler Crossklinik bei Dr. Andreas Gösele zur Gewissheit werden. Noch am Pfingstsonntag wurde die Schulter erfolgreich operiert. Trotzdem muss Sabine Spitz mit einem Ausfall von mehreren Wochen rechnen. Wann sie wieder ins Training einsteigen kann und wieder die ersten Wettkämpfe bestreiten kann ist noch unklar. Sie wird aber wohl längere Zeit ausfallen In einer ersten Einschätzung von Dr. Gösele ist mit rund 2 Monaten zu rechnen, bis sie wieder erste Rennen bestreiten kann. Ihre Spitzen-Position in der Weltrangliste wird sie somit kampflos abgegeben müssen. „
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 FotoSabine Spitz ist die neue Nr.1, hier auf Zypern 2013
Sabine Spitz ist Weltranglisten-Erste/ 15.05.13
(Foto: R. Schäuble)
Die neu erstellte Mountainbike-Weltrangliste, des Weltradsportverband UCI wird von Sabine Spitz angeführt. Mit konstant guten Leistungen, hat sie die Olympiasiegerin von London, Julie Bresset (FRA) von der Spitzenposition verdrängt. Die in regelmäßigen Abständen neu erstellte Weltrangliste errechnet sich – wie im Tennis – aus allen UCI-Resultaten der vergangenen zwölf Monate. „Das ist super so in die Saison gehen zu können. Für mich ist das natürlich eine besondere Motivation“ freute sich Sabine Spitz darüber, die neue Nr.1 zu sein.

Sabine Spitz wird so auch, am kommen Sonntag den Auftakt zum Mountainbike-Weltcup in Albstadt mit der Startnummer eins bestreiten können. Seit diesem Jahr zählt nur noch die Weltrangliste für die Startaufstellung der Weltserie. Die Silbermedaillengewinnerin von London steht zum ersten Mal seit ihrem Olympiasieg 2008 wieder ganz oben im Ranking. Damit ist die 41-Jährige in ihrer 20. Saison auch auf jeden Fall die älteste Mountainbikerin, die jemals die Rangliste angeführt hat.
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 Bronze für Sabine bei der Mountainbike Marathon EM in Singen
Trotz Kälte EM-Bronze/ 13.05.13
(Foto: R. Schäuble)
Bei den Mountainbike Marathon-Europameisterschaften in Singen durfte sich Sabine gleich zweimal freuen: Zum einen gewann Sabine beim ersten wichtigen Rennen des Jahres die Bronze-Medaille, zum anderen überraschte Teamfahrerin Kathrin Stirnemann mit einem grandiosen Finish auf Rang 4. Auf der durch viel Regen extrem weichen Strecke waren bei sehr kühlen Temperaturen nur die Siegerin Esther Süss (SUI) und die britische Marathon-Spezialistin Sally Bigham schneller als Sabine.

Es war fast ein wenig makaber: Die Sonne bei der Mountainbike-Europameisterschaften ließ sich erst bei der Siegerehrung blicken – für Sabine nach dreieinhalb Stunden Schwerstarbeit und 81km durch den Hegau ein versöhnlicher Moment. Die Bronzemedaille errungen – und endlich etwas Wärme. Vorher war Sabine bei spätwinterlichen Temperaturen, Regen und eisigem Wind etwa über die Hälfte der Distanz das Tempo an der Spitze mitgegangen. Das erklärte Favoritentrio mit Spitz, Süss und Bigham setzte sich bereits nach 5km am zweiten Berg deutlich vom Rest des Feldes ab. Bei Rennhälfte, im Anstieg zum Hohentwiel konnte Sabine noch folgen, doch an der nächsten Steigung musste die Olympische Silbermedaillengewinnerin von London die Konkurrentinnen ziehen lassen. „Dann wurden die Füße immer kälter und ich konnte das entstandene Loch nicht mehr schließen.“ Dennoch: der dritte Platz inmitten eines Weltklassefeldes geriet nie in Gefahr. Unter dem Jubel zahlreichen Fans vor dem Singener Rathaus überquerte Sabine die Ziellinie. „Jetzt gilt meine Konzentration den bevorstehenden Wochenenden mit Cross-Country-Weltcups.“ Vor allem hofft die Olympiasiegerin auf ein Einsehen von Petrus. „In dieser Saison gab es noch kein Rennen mit 20 Grad.“ Bekanntlich kann der Deutschen Meisterin nicht warm genug sein. Am Ende aber sorgte der dritte Platz für zufriedene Gesichter: die 20. Saison im Gelände begann schließlich auf Podiumsniveau.
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 Sabine Spitz testet die Mountainbike Marathon EM Strecke in Singen
20. Saison beginnt mit Paukenschlag/ 09.05.13
(Foto: R. Schäuble)
Es ist die 20. Saison für Sabine. Und sie beginnt mit einem Paukenschlag. Marathon-Europameisterschaft am 12. Mai in Singen, da könnte die Olympia-Zweite von London quasi morgens mit dem Bike von Zuhause in Murg anreisen. Das wäre aber eher kontraproduktiv. Denn die Distanz der Titelkämpfe hat es in sich: 81 km rauf und runter durch den Hegau mit insgesamt 1850 Höhenmeter. Und Sabine möchte die erste Duftmarke der Saison setzen. „Ein Platz auf dem Podium, es ist ja fast ein Heimrennen bei uns in Südbaden.“ In der Vergangenheit hatte Sabine die EM über die Langdistanz manchmal links liegen gelassen. Zwar triumphierte sie 2007 in St. Wendel, doch das Hauptaugenmerk gilt dem Cross-Country. Auch im nacholympischen Jahr. Dennoch: Singen ist ein idealer Appetizer für die Saison, eine Woche später beginnt die Weltcup-Hatz in Albstadt, dann geht es Schlag auf Schlag bis zur WM Ende August in Südafrika.

Für Sabine begann ihre Jubiläums-Saison durchaus knackig. Alle Platzierungen zwischen 2 und 5, „das entsprach unseren Erwartungen nach dem Training.“ Zum Glück traf die Erkältungswelle „nur“ Ehemann Ralf Schäuble, den Macher des Haibike Pro Team. „Ich bin fit“, sagt die deutsche Cross-Queen und bereitet sich auf ein Abtasten mit den Spezialistinnen für die Langdistanz, wie Esther Süss (Schweiz) und Sally Bigham aus England, vor. Mit großer Wahrscheinlichkeit wird die Marathon-Spezies gleich zu Beginn ein Höllentempo anschlagen. Aber 81 Kilometer und gut 3,5 Stunden am Anschlag sind kein Pappenstiel. Vor zwei Wochen inspizierte Sabine den Kurs, vor fünf Jahren Schauplatz der Deutschen Meisterschaft. Die vielen Asphalt-Passagen erfordern eine ausgeklügelte Reifenwahl. Ralf Schäuble wird einen Prototyp des Herstellers Schwalbe aufziehen. Ein Gummi mit „besten Rolleigenschaften.“„Ich erwarte ein großes Zuschauerinteresse“ sagt die dreifache olympische Medaillengewinnerin. Über ihre Taktik hüllt sie sich lieber in Stillschweigen. Abwarten. Saison Nr. 20 hat schließlich noch unzählige Herausforderungen im Köcher. Auf die sich Sabine genauso freut wie damals als 22-Jährige
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 Sabine in Heubach
Podium in Heubach/ 23.04.13
(Foto: R. Schäuble)
Beim härtesten Heubacher „Bike the Rock“ aller Zeiten - aufgrund der extrem nassen Bedingungen - belegte Sabine Rang 3, hinter Teamkollegin Adelheid Morath und der Siegerin Maja Wloszczowska. Sie zeigte trotz zweier schmerzhafter Stürze ein souveränes Rennen, was in Anbetracht der Umstände und dem eher ungeliebten Streckenprofil kaum zu erwarten war. „Ich hätte mich hier in Heubach im Moment noch gar nicht so weit vorne erwartet. Ich bin sehr positiv überrascht dass sich mit den Bedingungen so gut zurecht gekommen bin und so schnell einen guten Rhythmus gefunden habe. Eigentlich hatte ich von Beginn an Kontakt zur Spitze“, sagte die Silbermedaillengewinnerin von London nach dem Rennen. Sie hatte im Ziel nach einer Fahrzeit von 1:35:19 Std. einen Rückstand von 2:38 Min. auf die Siegerin aus Polen.

Das Mountainbike Gelände am Fuße des Rosensteins polarisiert, auch wenn die Bedingungen trocken sind. Sind sie nass, schlammig und rutschig wie am Wochenende, gehen die Meinungen noch weiter auseinander. Die einen lieben den endlosen Anstieg, die anderen hassen ihn. Und bei der Abfahrt – die ebenfalls am Stück ist – ist es nicht anders. Sabine hat es lieber flacher und abwechslungsreicher und ist damit kein großer Fan der knapp 4 Kilometer langen Runde mit 170 hm, die es fünf Mal zu umrunden galt. Und auch die nasskühlen Witterungs-Bedingungen waren so gar nicht nach dem Geschmack von Sabine. Dass man aber trotzdem gute Leistungen zeigen kann, bewies Sabine aber auch bei der 13. Auflage des „Bike the Rock“. Nach einem guten Start lag sie schon in der ersten Runde in einer guten Ausgangsposition, direkt hinter der Polin Wloszczowska und ihrer Teamkollegin, für die es vor allem auch um die Gesamtwertung ging. Bei der ersten Abfahrt machte sie jedoch einen Fehler. Im Steilstück war Sabine zu schnell. Um einen Kollision mit Morath zu verhindern versuchte sie rechts vorbei zu gehen, was aber aufgrund eines Streckenbegrenzung misslang. Die nachfolgende Schweizerin Nef konnte auch nicht mehr bremsen und kollidierte mit Sabine. Die Folge: eine schmerzhafte Prellung des Oberschenkels. Sabine versuchte nach dem Missgeschick ihren Rhythmus möglichst schnell wieder zu finden. Das gelang recht gut, trotz des schmerzenden Beins. „Ich habe es gespürt, konnte aber trotzdem recht gut Druck auf das Pedal bringen“ schilderte Sabine die Situation. Die junge Schweizerin hatte sie recht schnell wieder eingeholt und auch überholt. Und auch die von hinten gefährlich nahe kommende Alexandra Engen (SWE) konnte Sabine gut auf Distanz halten. Nur das Duo an der Spitze war nach dem Crash außer Reichweite. Den letzten Platz auf dem Podium verteidige Sabine aber souverän. Auch ein paar schmerzhafte Hämatome hinderten sie daran nicht.. Das Fazit fiel entsprechend positiv aus „Die Kraftausdauer stimmt, jetzt geht es an die Schnelligkeit und dann sollte die Form für den Start des Mountainbike-Weltcups in 4 Wochen passen“, kündigte Sabine an. Sie hofft, dass sich die Folgen der Stürze nicht negativ auf ihre weitere Vorbereitung auswirken.
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 Podium bei der Goldtrophy Sabine Spitz" in Bad Säckingen
Heißer Sprint/ 02.04.13
(Foto: R. Schäuble)
Die „Goldtrophy Sabine Spitz“ - gleichzeitig der erste Lauf zur Mountainbike Bundesliga - wurde für Sabine zu einem echten Erfolg, auch wenn sie den Sprung auf das Podium ganz knapp verpasste. In einem packenden Sprint-Finish belegte sie Rang vier. Zu feiern gab es für sie aber trotzdem etwas. Denn der Sieg in Bad Säckingen ging an das „Sabine Spitz Haibike Pro Team“. Mit einer souveränen Vorstellung gewann vor tausenden Zuschauern Team-Neuzugang Adelheid Morath die „Goldtrophy“ 2013. Stets auf Schlagdistanz, befand sich Sabine in der Vier-Verfolgergruppe. Während das Führungsduo den Sieg unter sich ausmachte, kämpfte Sabine so um Rang drei. In einem äußerst spannenden Sprint-Duell behauptete sich die Deutsche Meisterin im „Fight der Generationen“ mit ihrem Haibike Greed gegen die amtierenden Sprint-Weltmeistrin Alexandra Engen (SWE) sensationell und unterlag der Schwedin nur um wenige Zentimeter. „Das war knapp, aber es war klar, dass es fast unmöglich sein würde, gegen die extrem endschnelle Engen im Sprint zu bestehen“ war Sabine trotz des verpassten Podiums nicht unglücklich

Es war in Bad Säckingen - bei der nach ihr benannten Goldtrophy -der erste Auftritt der Europäischen Mountainbike Elite in diesem Jahr. Die bestimmende Farbe im großen Feld der Damenelite war ganz eindeutig das Hellblau des „Sabine Spitz Haibike ProTeams“. Gleich nach dem Start, setzte sich ein Trio mit Kathrin Stirnemann, Adelheid Morath und dazu Katrin Leumann ab. Dahinter fuhr Sabine Spitz in einer Vierer-Gruppe ein gleichmäßiges Rennen. Sie blieb auf Distanz zu den Teamkolleginnen, die an der Spitze das Tempo machten. In der zweiten von insgesamt fünf Runden fehlte dann aber plötzlich Kathrin Stirnemann. Ein Reifen-Defekt und ein langer Weg in die „Technik-Zone“, kosteten viel Zeit.

Hinter dem verbliebenen Führungsduo kämpfte Sabine zusammen mit Ex-Weltmeisterin Irina Kalentieva (RUS) und Alexandra Engen um den verbliebenen Platz auf dem Podium. Nach einem Sturz von Engen in der drittletzten Runde, schien es schon, dass dies zum Duell der „Altmeisterinnen“ werden würde. Doch Mitte der letzten Runde schaffte die junge Schwedin nochmals den Anschluss, wobei sich Sabine Spitz da schon leicht von Kalentieva abgesetzt hatte. Die Russin fiel zurück und das Duo um Rang drei hieß nun Spitz/ Engen. Sabine versuchte zwar die Schwedin nochmals abzuschütteln, was aber nicht gelang. So ging es dann zusammen auf die Zielgerade. Die Zuschauer fieberten mit ihrer Lokalmatadorin und fast hätte es auch gereicht. Sabine fuhr taktisch einen perfekten Sprint und erst auf den letzten Metern gelang es der schnellen Engen, sich noch um ein paar Zentimeter an Sabine Spitz vorbei zu schieben. „Ich bin trotz der knappen Niederlage sehr zufrieden. Das war ein toller Fight und eine tolle Show für die Fans“ freute sich Sabine die auch insgesamt mit ihrem Rennen zufrieden war “Ich merke, dass mir noch die Intensitäten fehlen. Dafür ging es sehr gut und das Rennen hier wird mich auf jeden Fall weiter bringen für die nächsten Ziele“ analysierte Sabine Spitz ihren gelungenen Auftritt vor heimischem Publikum.
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 Sabine Spitz auf Zypern
Zwanzigste MTB-Saison/ 27.03.13
(Foto: R. Schäuble)
Wenn Sabine am Ostermontag in ihrem Geburtsort Bad Säckingen am Start steht, ist dies nicht nur ihr Heimrennen, sondern auch der Start in ihre 20. Saison als Elite-Mountainbikerin. Obwohl mittlerweile 41 Jahre alt dürfte sie auch dieses Jahr zu den Schnellsten gehören, auch wenn die Saison noch frisch ist und sie gewöhnlich „etwas mehr Anlaufzeit benötigt“ wie sie selber sagt. Als sich Sabine 1994 mit 22 Jahren erstmals auf die Mountainbike-Rennstrecken dieser Welt wagte, zählte sie noch nicht zum Favoritenkreis. Niemand hätte damals damit gerechnet, oder gar darauf gewettet, dass sich daraus eine der erfolgreichsten und außergewöhnlichsten Sport-Karrieren weltweit entwickeln würde. Bestätigt wurde diese im letzten Jahr mit olympischem Silber in London, der dritten Olympischen Medaille nach Bronze in Athen und Gold in Peking. Motiviert ist Sabine noch immer, auch wenn sie sagt, dass alles was noch kommt allenfalls Zugabe sei.
Für die bevorstehende Mountainbike-Saison 2013 hat sich Sabine trotzdem einiges vorgenommen. Das Alter spielt für sie dabei keine Rolle. „Für mich gibt es nur schnell oder langsam und nicht jung oder alt“ erwidert sie darauf angesprochen. Und an Zielen mangelt es ihr auch nicht „Dieses Jahr gibt es viele Heimrennen für mich, bei denen ich besonders motiviert bin“ freut sich die Deutsche Meisterin und Weltranglisten-Dritte. Dabei hat sie neben dem Saisonauftakt in Bad Säckingen vor allem den ersten Weltcup am 19. Mai in Albstadt im Blick, aber natürlich auch die Langstrecken-EM im südbadischen Singen und die Cross-Country-EM im Juni in der Schweizer Hauptstadt Bern. Der krönende Saisonabschluss sollen dann die Weltmeisterschaften am 31.08. in Südafrika sein. Die Spiele in Rio 2016 sind für Sabine dagegen im Moment kein echtes Thema, auch wenn sie danach am häufigsten gefragt wird.

Änderungen in der Vorbereitungsphase
Die Vorbereitung über den Winter lief gut für Sabine. Erst vor einer Woche ist sie aus einem längeren Trainingslager aus Zypern zurückgekehrt. „Ich bin im Moment noch nicht so weit wie zum gleichen Zeitpunkt im Vorjahr. Aber das ist auch gut so. Zum einen hat das letzte Jahr sehr viel Kraft gekostet, zum anderen ist der Weltcup Start mit Mitte Mai außergewöhnlich spät“ erklärt Sabine. Dass es bereits das zwanzigste Mal ist, dass sie in eine Mountainbike Saison geht, ist ihr dabei gar nicht so bewusst „Darüber mache ich mir ehrlich gesagt keine Gedanken. Aber es ist verrückt wenn man erkennt, wie schnell die Zeit vergeht. Ich kann mich noch bestens an die ersten Meter erinnern und es kommt mir fast so vor als ob es gestern gewesen wäre und nicht vor 19 Jahren. Wahnsinn“, zeigt sie sich fast erstaunt.
Allenfalls wenn sie ab und zu die Startliste anschaut und feststellt, dass mittlerweile die jüngsten Konkurrentinnen just in dem Jahr geboren sind als sie begonnen hat, rückt es spontan ins Bewusstsein. Letztlich ist es für sie aber sekundär: „Entscheidend ist es auf Augenhöhe mit der Weltspitze zu sein“. Als Weltranglisten-Dritte ist diese Frage schon durch die Statistik eindrücklich geklärt.

Das Winterprogramm hat die zweifache Weltmeisterin gleichwohl ein wenig „altersgerecht“ angepasst. „Ich wollte nicht wieder von einem Trainingslager ins zum nächsten reisen und mehr Zeit am zu Hause am Hochrhein verbringen. Deshalb habe ich das Programm umgestellt und deutlich mehr Alternativ-Training wie z.B. Ski-Langlauf gemacht. Ich denke das war gut, vor allem auch für den Kopf“ sagt Sabine. Auf Einsätze im Radcross hat sie im Zuge dessen ganz verzichtet. So war das schon länger geplante Team-Trainingslager auf Zypern die einzige echte Saison-Vorbereitungs-Maßnahme. „Ich bin selber gespannt, wie es funktioniert“ freut sie sich nun aber auf den Saisoneinstieg.

Bei diesem erwarten sie viele Top-Athletinnen, die den Auftakt zur internationalen Mountainbike-Bundesliga – die zu den bedeutendsten Mountainbike Rennserien in Europa zählt – nutzen, um erstmals im neuen Jahr ihre Form zu testen. „Auch wenn man schon so lange wie ich im Geschäft ist, ist das erste Aufeinandertreffen immer wieder besonders spannend,“ freut sich Sabine auf den ersten Show-Down an Ostern. Und spätestens dann wenn der Startschuss fällt, spielen Zahlenspiele und Alters-Statistiken keine Rolle mehr, sondern lediglich die Leistung. Und genau das mag Sabine am Rennsport.
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 Sabine schon gut in Form auf Zypern
Gelungener Saisoneinstieg auf Zypern/ 11.03.13
(Foto: R. Schäuble)
Auf den ersten Rennkilometern des Jahres durfte Sabine mit ihrem Team auf Anhieb einen Doppelsieg feiern. In Zypern gewann Neuzugang Adelheid Morath auf ihrem neuen Haibike 29er-Mountainbike das Finale des Mountainbike-Sunshine Cups vor Sabine, die das Haibike Fullsuspension Bike als fahrbaren Untersatz wählte. Sabine zeigte sich sehr zufrieden und freute sich vor allem auch über den Teamerfolg „Das ist natürlich ein grandioses Ergebnis für mich und mein Team. Das macht Lust auf mehr und stimmt mich sehr zuversichtlich stimmt mit Blick auf den itteleuropäischen Saisonstart in Bad Säckingen am 01.04. und den Weltcup Mitte Mai in Albstadt.“

Schon vor Wochenfrist beim Afxentia-Etappen-Rennen, dem zweiten Lauf zum Sunshine-Cup absolvierte Sabine die ersten Renneinsätze, die in erster Linie dazu dienen nach der langen Winterpause wieder Wettkampf-Praxis zu bekommen. Seit gut einer Woche weilt das „Sabine Spitz Haibike Pro Team“ auf Zypern um sich im dortigen Aldiana Club-Hotel auf die bevorstehende Mountainbike-Saison vorzubereiten. Die ersten intensiven Kilometer kommen da gerade recht. Denn es ist wichtig, sich wieder an den Renn-Rhythmus zu gewönnen.
Beim Finale des Sunshine-Cups machte die Team-Kollegin gleich Ernst und zog ihren Konkurrentinnen auf und davon. Das eröffnete für Sabine und Kathrin neue teamtaktische Möglichkeiten. So ließen es die beiden dahinter erst mal etwas ruhiger angehen. Denn es gab auch kleinen Grund der Führenden hinterher zu jagen. Die Nachführarbeit überließ man erst einmal der Konkurrenz. Damit entwickelte sich auf den Plätzen 2-4 ein spannendes Wechselspiel, in dem die Taktik eine entscheidende Rolle spielte. Zuerst hatte die Sprint-Weltmeisterin Alexandra Engen die Nase etwas vorne. Doch Eingangs der letzten Runde war das Quartett mit der Schwedin, Sabine, Kathrin Stirnemann und Katrin Leumann wieder beisammen. Mit all ihrer Erfahrung gelang es dann Sabine, sich von den anderen drei abzusetzen und so für einen Doppel-Sieg für das Team zu sorgen. „Ich hatte einen guten Rhythmus bei dem ich meine Kraftspitzen perfekt einsetzen konnte“ schilderte Sabine die Situation.
Dahinter war dann Kathrin drauf und dran, sogar für eine kleine Sensation zu sorgen. Vor dem letzten Anstieg lag sie auf Rang drei und ein Dreifach-Erfolg für das Team in Hellblau schien lediglich eine Formalität zu sein. Doch dann ereilte sie felsigen Gelände einen Kettenklemmer, der die Schweizerin zu einem kurzen Stopp zwang, was die Verfolgerinnen zu ihren Gunsten nutzen konnte. So wurde es Rang 5, was aber zumindest bei der Siegerehrung kaum weniger beeindruckend wirkte.
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