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Landschaft pur bei der Mountainbike Cape Epic
Siege und Dramen/ 27.03.17
(Foto: Ewald Sadie)
Nach einer problemlos verlaufenen Premiere im Vorjahr bekam Sabine in diesem Jahr die ganze Härte des legendären Mountainbike-Etappenrennens Cape Epic rund um Kapstadt zu spüren, das gerne auch als die "Tour de France" der Mountainbiker bezeichnet wird. Mit Prolog und 7 Etappen dauert die Rundfahrt durch die afrikanische Wildnis über einen Zeitraum von 8 Tagen, in denen die Deutsche Meisterin alle Höhen und Tiefen des Sport erleben durfte oder musste.
Mit einem souveränen Sieg im Prolog gelang mit der neuen südafrikanischen Teampartnerin Robyn De Groot ein Auftakt nach Maß. Dieser zeigte dass die beiden zu Recht als Mitfavoriten auf den Gesamtsieg gehandelt wurden. Aber das orangene Leadetrikot brachte kein Glück. Auf der ersten Etappe, die bei extremer Hitze und sehr staubigen Bedingungen über 105 km rund um Hermanus führte, erlebte Sabine ihr erstes persönliches Waterloo. Durch einen heftiger Sturz zog sie sich 40km vor dem Ziel eine klaffende, stark blutende Risswunde oberhalb des rechten Auges zu. Sonst unverletzt - in Anbetracht der TV-Bilder ein Wunder - setzte sie die Fahrt fort und das Duo schaffte das Kunststück noch Plätze gut zu machen und Etappen-Zweite zu werden. Nach sofortiger medizinischer Versorgung, bei der Wunde mit 14 Stichen genäht wurde, zeigte sich Sabine zuversichtlich das Rennen vorsetzen zu können. Und in der Tat gelang das erstaunlich gut.

Nach Verletzung Etappensieg Nr.2

Trotz des Handicaps dominiert das Team an der Spitze des Feldes das Geschehen. Auf Etappe zwei nur knapp im Sprint unterlegen, schafften die beiden auf der dritten Etappe rund um Greyton den Etappensieg, vor den Führenden in der Gesamtwertung Jennie Stenerhag und Esther Süss (SWE/ SUI). Die Zuversicht war zurück, den eingehandelten Zeitrückstand von knapp 9 Minuten auf der ersten Etappe und das verlorenen Leaderjersey zurückzuholen.
Das Profil der vierten Etappe, die von Greyton nach Elgin führte und mit 112 km der längste Tagesabschnitt war, schien dafür perfekt geeignet. In einem brutaler Schlussanstieg von Kilometer 80 bis km 103, waren große Zeitdifferenzen zu erwarten. Und gleich zu Beginn der Steigung machte das Deutsch/ Südafrikanische Duo Druck und setzte sich leicht ab von Konkurrentinnen um die Gesamtwertung, bevor ein Stein alle Hoffnungen zunichte machte. Versteckt im Sand schlitze dieser Sabines Vorderreifen auf. Die Reparatur war schwierig und dauerte mehr als 6 Minuten. Zwar schafften die beiden in einer beeindrucken Aufholjagd das Handicap bis in Ziel auf 3:42 Min zu verringern, die Hoffnungen in der Gesamtwertung einen Schritt nach vorne zu machen, erfüllten sich aber nicht, im Gegenteil: "Wieder ein Cut, diesmal im Reifen" nahm Sabine das neuerliche Pech mit Humor, "Aber sehr schade es wäre heute möglich gewesen, Zeit gut zu machen, jetzt wird es natürlich schwierig für die Gesamtwertung" schätzte sie ihre Chancen nur noch gering ein. Doch das neu formierte Team gab nicht auf und setze einen Tag später mit Etappensieg Nr. 3 ein weiteres Ausrufzeichen. Die Verhältnisse in der Gesamtwertung blieben aber unverändert.

Die Königsetappe bringt die Entscheidung

Auf der Königsetappe am zweitletzten Tag sollte die Entscheidung fallen. Es blieb immer noch die Chance das Blatt nochmals zu wenden. Denn die Cape Epic ist unberechenbar und es kann immer noch viel passieren, war die Hoffnung. Und es passiert viel, allerdings bei Sabine. Ein eigentlich harmloser Sturz im Gröll, bei hohem Tempo hatte zur Folge, dass am Mountainbike der Deutschen Meisterin der Lenker gebrochen ist. Für viele wäre das, dass endgültige Aus gewesen. Doch die Olympiasiegerin und Robyn De Groot schafften es, das Bike wieder fahrbar zu machen, zumindest bis in die 10km entfernte technische Zone, wo ein neuer Lenker moniert wurde. Ein Zeitverlust von 35 Minuten machten aber alle Hoffnungen zunichte. In Gesamtwertung blieben sie aber vor der relativ leichten Schlussetappe mit Rang 3 immer noch auf dem Podium.
Dass diese keine entscheidende Veränderungen im Klassement mehr bringen würde war klar. Nur der Tagessieg zählte noch. Und diesen holten sich Robyn de Groot und Sabine mit einer taktischen Meisterleistung. Sie warteten bis zum richtigen Moment bei der Zielankunft in der Weinregion Paarl und gewannen den Sprint souverän und durften so den vierten Etappen Sieg feiern. "Vier von acht Etappen gewonnen und mit der ersten und letzen auch die wichtigsten Tagesabschnitte" freute sich Sabine über den gelungen Schlusspunkt bei der Cape Epic 2017. Trotz des großen Pechs zog sie ein positive Fazit "Es war eine Achterbahn der Gefühle, aber auch wieder ein tolles Erlebnis bei dem ich mit meiner neuen Team-Partnerin durch dick und dünn gegangen bin. Deshalb bin ich alles in allem zufrieden" sagte sie im Ziel des wahrlich härtesten Mountainbike-Etappenrennes.
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 Fight um Gesamtwertung
Direkt aufs Podium/ 27.02.17
(Foto: Ego Promotion)
Der Start in die Mountainbike Saison 2017 beim viertägigen Afxentia MTB-Etappenrennen (23. bis 26. Februar) auf Zypern ist Sabine perfekt gelungen. Nachdem sie beim Downhilll-lastigen Einzelzeitfahren am ersten Tag der Rundfahrt Rang 6 belegt hatte, schaffte sie auf der zweiten Etappe des traditionsreichen Rennens mit Rang 2 überraschend den Sprung auf das Podium. "Das ging erstaunlich gut heute. Ich konnte im ersten langen Anstieg einen schönen Rhythmus fahren und habe mich dabei sehr gut gefühlt. Ich war im Vorfeld skeptisch ob ich nach dem reduzierten Vorbereitungsprogramm hier konkurrenzfähig sein kann, aber so wie es aussieht passt das schon sehr gut" freute sich Sabine über das gute Ergebnis, mit dem sie sich in der Gesamtwertung auf Rang 3 verbesserte. Vor dem Start zum vierten und letzten Tagesabschnitt des Afxentia Mountainbike Etappen-Rennens auf Zypern , war der Kampf um den Sieg in der Gesamtwertung noch völlig offen. Die drei Erstplatzierten - mit Sabine auf Rang 3 - lagen nach drei Etappen innerhalb von 25. Sek.. Damit war die Taktik vor dem abschließenden Cross-Country Rennen klar, volle Attacke. Am Tag zuvor hatte Sabine im Sprint einer Vierergruppe Rang 3 belegt und sich damit alle Chancen auf den Gesamtsieg gewahrt.
Doch schon in der ersten der insgesamt vier zu fahrenden Runden, hatte sie einen Rückschlag zu verkraften. Beim Schalten verhedderte sich die Kette, so dass sie vom Rad musste. Der herausgefahrene Vorsprung auf die Haupt-Konkurrentinnen um den Gesamtsieg war damit wieder dahin. Am Ende war dies wohl der ausschlaggebende Moment. Zwar erreichte Sabine als Dritte der Cross-Country Etappe das Ziel vor der Führenden in der Gesamtwertung - Githa Michiels (BEL) -, aber eben nur um 22 Sek., satt der benötigten 25 Sek. "Schade natürlich, dass es nach den vier Tagen so knapp nicht gereicht hat, dieses Etappen-Rennen einmal zu gewinnen. Aber mit meiner Leistung kann ich trotzdem mehr als zufrieden sein. Im Vorfeld hätte ich niemals gedacht schon soweit zu sein, um beim Gesamtsieg eine Rolle zu spielen" zeigte sich Sabine trotz des knappen Ergebnisses sehr zufrieden mit ihrem ersten Saisoneinsatz. Durch den dritten Platz in der Tagewertung verbesserte sich Sabine auf Rang 2 in der Gesamtklassement.

Die Ausgangslage war für Sabine vor der letzten Etappe des Afxentia Cups klar: Mit 25 Sek. Rückstand auf die Führende und 4 Sek. auf die Zweitplatzierte bestanden beste Chancen, gleich zum Saisonstart einen unerwarteten Sieg feiern zu können. Dementsprechend motiviert stand sie am Start des abschließenden Cross-Country Rennens. Nach dem Startschuss schien die Rechnung auch gleich aufzugehen. Schnell fuhr Sabine einen Vorsprung auf ihre Mitstreiterinnen um den Gesamtsieg heraus. Aber wie gewonnen, so auch zerronnen. Die Kette verhedderte sich beim Schalten auf einen kleineren Gang. Sie musste vom Rand um Hand anzulegen. Bis das Malheur behoben war, war der Vorsprung mehr als dahin und die Konkurrentinnen wieder am Hinterrad. Zwar fand sie relativ schnell wieder ins Rennen zurück, doch zumindest die Belgierin blieb nun auf Schlagdistanz. Trotzdem gelang es Sabine sich mit zunehmender Renndauer wieder das benötigte Zeitpolster herausfahren. Mehr als 30 Sek. waren es schon wieder, was ja gereicht hätte. Doch in der zweitletzten Runde "genehmigte" sich Sabine in einer sehr steilen und kniffligen Abfahrt, nochmals einen Fahrfehler, der wieder ein paar Sekunden gekostet hatte. So wurde es auf den letzten Metern zu einem echten Krimi, der an Spannung kaum zu überbieten war. Sabine war schon als Dritte im Ziel und nur noch die Frage offen, schafft es Githa Michiels nicht mehr als 24 Sek später nach der Deutschen anzukommen? ...die Zielflagge in Sichtweite lief der Count Down, 20 Sek, 21 Sek, um bei 22 Sek. dann die Ziellinie zu überqueren. Die erste leichte Enttäuschung, dass es so knapp nicht zum Sieg gereicht hatte, verfolg aber schnell aus dem Gesicht von Sabine "Das war ein super Saisoneinstand für mich. Es hat eigentlich alles so bzw. weitaus besser funktioniert, wie ich mir das vorgestellt hatte. Es war ein super Training für die bevorstehende Cape Epic und die für die Saison. Darauf kann ich nun sehr gut aufbauen." zog Sabine ein positives Fazit vom ersten Saisoneinsatz auf Zypern.
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 Sabine beim Olympia Rennen
Sabine setzt Karriere fort/ 12.12.16
(Foto: Ego Promotion)
Nach einem äußerst langwierigen mehr als 10-wöchigen Genesungsprozess, mit mehreren Operationen aufgrund eines entzündeten Schleimbeutels im Knie, hat Sabine mittlerweile das Training wieder aufgenommen, um sich auf die Mountainbike-Saison 2017 vorzubereiten. Diese wird sie, entgegen den ursprünglichen Plänen nur noch Langstrecken-Rennen zu fahren, auch im Olympischen Cross-Country bestreiten.
"Ich bin sehr froh, dass ich nach dieser extrem langen Ruhigstellung des linken Beins endlich wieder auf das Rad steigen kann. In der Zeit ist mir auch klar geworden, dass ich auch zukünftig noch Cross-Country fahren will. Ich habe einfach Lust dazu und die Motivation und der Spaß ist noch da. Außerdem ist das was ich bei den Olympischen Spielen erlebt habe, sicher nicht der Abschluss den ich mir gewünscht habe" erklärt Sabine dazu. Das wesentliches Saisonziel für 2017 bleibt aber die Mountainbike-Marathon WM im fast heimischen Singen am 25. Juni. Ein weiteres Ziel wird aber nun auch die Cross-Country WM in Cairns/ Australien sein, die Anfang September stattfindet.

Vor mehr als vier Monaten ging in Rio das Olympische Mountainbike-Rennen über die Bühne. Es war das bisher letzte Rennen von Sabine, bei dem sie trotz Handicap durch das verletze linke Knie Platz 19 belegt hatte. Nach anschließender Operation, der wegen Komplikationen weitere drei operative Eingriffe folgten, musste sie sehr lange warten bis der Heilungsprozess soweit abgeschlossen war, um wieder mit dem Training beginnen zu können. Es war auch die Zeit, in der sie sich über das abgelaufene Jahr Gedanken machte und auch wie sie die Zukunft gestallten wolle. Dabei kam sie zum Schluss, dass sie sich so, nicht aus dem Cross-Country Sport verabschieden will. "Es geht nicht darum dass ich mir oder jemanden anderen noch etwas beweisen muss. Aber ich will einfach noch fahren. Ich habe das Gefühl dafür die Leistungsfähigkeit und die Lust noch haben." schildert Sabine den Entscheidungs-Prozess
Seit Anfang November trainiert sie nun wieder und der Einstieg gelang besser als erwartet. "Obwohl ich viel Muskulatur verloren habe und eine lange absolute Ruhigstellung zu verkraften hatte, ging es von Anfang an erstaunlich gut" berichtet sie. Auch das nach wie vor an diesem Knie gerissene vordere Kreuzband machte keine allzu große Schwierigkeiten, obwohl die stabilisierende Muskulatur stark gelitten hatte. "Klar bin ich noch nicht da wo ich sonst um die Jahreszeit stehe. Aber es ist ja noch genügend Zeit um das zu kompensieren" zeigt sich Sabine optimistisch. Geplant ist Ende Februar wieder die ersten Rennen zu bestreiten und im März bei der Cape Epic in Südafrika zu starten. Bei ihrer Premiere in diesem Jahr, hatte sie beim härtesten Etappen-Rennen der Welt auf Anhieb Rang 2 belegt und drei Etappen-Siegen gefeiert. Das Comeback im Cross-Country gibt sie bei ihrem Heimrennen der "GOLD Trophy" in Bad Säckingen am 9. April.
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  Sabine Spitz beim Boxenstopp schon nach dem Start
Misslungene Olympia Generalprobe/ 08.08.16
(Foto: Ego Promotion)
Der fünfte Lauf zum Mountainbike-Weltcup in Kanada, sollte eine letzte Bewährungsprobe vor dem großen Saisonhöhepunkt bei den Olympischen Spielen am 20.08. in Rio werden. Daraus wurde leider nichts. Schon 100m nach dem Start riss am Bike von Sabine die Kette. Ohnehin schon durch ein lädiertes Knie - von einem Trainingssturz herrührend - gehandicapt ins Rennen gegangen, war der Weg in die technische Zone weit, der Zeitverlust dementsprechend hoch. Als mit Abstand Letzte des 41köpfigen Starterfeldes wurde Sabine bei der ersten Zieldurchfahrt notiert, fast 4 Minuten hinter der Schnellsten und späteren Siegerin Catharine Pendrel (CAN). Zu allem Überfluss musste sie bei der Reparatur der Kette, auch noch das zwei Minuten nach den Damen gestartete weibliche U23-Feld passieren lassen, was bei der Aufholjagd zusätzlich behinderte und Zeit kostete. Doch Sabine gab nicht auf und beendete das Rennen trotz aller Widrigkeiten auf Rang 22. "Es ist frustrierend wieder durch einen Defekt nicht das Ergebnis zu erzielen, das möglich gewesen wäre. Mit Blick auf die Spiele fehlt mir jetzt aber auch ein echtes Feedback, wo ich stehe. Neben den Punkten, war das eine wesentliche Motivation, diesen Weltcup zu bestreiten" zeigte sich Sabine nach dem Rennen sehr unglücklich.

Der unmittelbare Start gelang Sabine perfekt. Doch schon nach wenigen Metern konnten die aufmerksamen Zuschauer der RedBull-TV live Übertragung im Internet sehen, dass der Vortrieb von Sabine jäh gestoppt wurde. Die Kette war gerissen. Das passiert sehr selten, lässt sich aber trotz aller Vorkehrungen, nie ganz ausschließen. Dass es gerade beim letzten Test vor Olympia passiert, ist allerdings sehr ärgerlich. Es war für Sabine ein wichtiger Mosaikstein auf dem Weg zu ihren fünften Olympischen Spielen. Einerseits war es als letzte harte Rennbelastung gedacht, anderseits aber auch um eine Rückmeldung zu bekommen, wie das Höhentraining der letzten Wochen angeschlagen hat. Objektive Rückschlüsse auf den aktuelle Formzustand, vor allem auch im Vergleich zu der Konkurrenz sind nun leider nicht möglich. "Nach der langen Laufpassage, vor allem auch mit dem lädierten Knie, dem frustrierenden Defekt im Hinterkopf und natürlich auch weil ich bis zur dritten Runde nicht frei fahren konnte - das war wie Intervalltraining - ist es unmöglich abzuschätzen, wie es gewesen wäre ohne die Probleme" erklärte Sabine. Trotz einer beeindruckenden Aufholjagd blieben so am Ende auf Rang 22, fast 11 Minuten Rückstand auf die Siegerin.
Bevor es am 15. August von Quebec aus nach Rio geht, wird Sabine die finale Vorbereitung auf die Olympischen Spiele zusammen mit dem Deutschen MTB-Olympiakader in Kanada bestreiten. "Hier in Mont Sainte Anne habe ich ideale Bedingungen, um die letzten wichtigsten Trainingseinheiten zu machen" sagte Sabine Spitz. Inhaltlich will sie sich durch das Negativerlebnis vom Wochenende nicht beeinflussen lassen. "Ich schaue nach vorne, weiß dass die Form eigentlich passen müsste und werde jetzt noch etwas an den spezifischen Fähigkeiten feilen" gibt sie einen Ausblick auf die nächsten Tage. Die klimatischen Bedingungen sind im kanadischen Sommern, den aktuellen Temperaturen in Rio sehr ähnlich und auch die Zeitzone passt. Das Olympische Geschehen muss sie so, leider noch aus der Ferne verfolgen:" Das ist das Los der Spätstarter mit nur einem Wettkampf" Aber in einer Woche geht es dann auch für Sabine Spitz endgültig auf den finalen Weg nach Rio.
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 Sabine Spitz auf dem Weg zum 18. Mountainbike DM Titel
Souverän zum Sieg/ 18.07.16
(Foto: Ego Promotion)
Bei den Deutschen Mountainbike Meisterschaften in Lohr am Main holte sich Sabine in souveräner Manier ihren 13. Deutschen Meistertitel im olympischen Cross-Country. Nach zwei Jahren Abstinenz darf sie sich damit 15 Jahre nach ihrem ersten DM Sieg, erneut das Trikot mit den schwarz, rot, golden Brustreifen überziehen. "Ich freue mich riesig, dass ich den DM Titel bzw. das Trikot nochmals gewinnen konnte. Das war mir immer eine besondere Ehre für mich, dieses zu tragen" zeigte sich Sabine sehr bewegt nach dem Rennen.
Das Rennen der Deutschen Meisterschaften - für das sie kurzfristig aus dem Olympia-Höhentraingslager angereist war - hatte Sabine von der Startrunde über insgesamt sechs Runden, von Anfang bis zum Ende an der Spitze eines Quartetts kontrolliert. Die Abstände waren bis zur Rennhälfte nicht groß - und vor allem in den Abfahrten - schmolz der Vorsprung immer wieder etwas, aber man hatte stets das Gefühl dass Sabine zu jeder Zeit das Tempo so dosieren konnte, dass die Verfolgerinnen nie wirklich aufschließen konnten.
Erst ab der Hälfte des Rennens vergrößerten sich die Abstände und lediglich Titelverteidigerin Helen Grobert hielt noch einigermaßen den Anschluss an Sabine, ohne ihr jemals gefährlich nahe zu kommen. "Ich habe mich sehr gut gefühlt und konnte das Tempo jederzeit variieren. In den Anstiegen habe ich immer den Vorsprung etwas ausgebaut, um die kniffligen Abfahrten dosiert bestreiten zu können. Nach dem Erlebnis bei der WM wollte ich damit auch das Defekt-Risiko möglichst gering halten" erklärte Sabine ihre Taktik. Diese ging hervorragend auf. Nach 1:26:41 Std fuhr sie als glückliche Siegerin über die Ziellinie. Rang zwei ging an die 20 Jahre jüngere Helen Grobert, die wie Sabine Spitz am Hochrhein zu Hause ist. Die nächsten Wochen gehören der konzentrierten Olympiavorbereitung. Vor dem Rennen bei den Olympischen Spielen (20.8.) ist lediglich noch der Weltcup in Kanada am 7. August geplant.
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 Kein optimlar Tag beim Mountainbike Weltcup in Lenzerheide für Sabine Spitz
Kein guter Tag in Lenzerheide/ 12.07.16
(Foto: Ego Promotion)
Der vierte Mountainbike Weltcup des Jahres in Lenzerheide lief für Sabine nicht nach Wunsch. Schon beim warm fahren merkte sie , dass die Pulswerte anders waren als in der Vorwoche, wo sie bei den Weltmeisterschaften die sichere Bronze-Medaille augrund eins Reifendefekts in der letzten Runde noch hergeben musste. Das Gefühl sollte nicht täuschen, denn nach dem Startschuss ging es aus der ersten Starreihe nur mühselig vorwärts, so dass sie lediglich als 14. am höchsten Punkt ins Gelände einbiegen konnte. Danach fand sie aber ganz gut ins Rennen und es sah so, dass sie auf den noch zu fahrenden sechs Runden einiges an Boden gut machen kann. Schon auf Rang 9 angekommen passierte ihr dann allerdings das Missgeschick, sich beim trinken zu verschluckten. Die Folge war heftiges Seitenstechen. Das lies jeden Atemzug zur Qual werden, so dass sie mit zunehmender Renndauer immer mehr mit einem Sauerstoff Defizit zu kämpfen hatte. Die Höhenlage von bis zu 1700m trug das übrige dazu bei um die Situation zu verschärfen.
"Ich hatte das Gefühl, das die Beine mit jedem Meter schwerer werden und musste sehr kämpfen, um über die Runden zu kommen" berichtete Sabine nach dem Rennen. Ab der Rennhälfte war es damit nicht mehr möglich das Leistungslevel zu halten. "Ich konnte in den Anstiegen das Tempo nicht mehr mitgehen und war auch in den Abfahrten nicht mehr locker". Doch mit schmerzverzerrtem Gesicht kämpfte sie und wollte das Rennen auf jeden Fall zu Ende bringen, was auch gelang. Rang 17 wurde es am Ende, was in Anbetracht der Umstände und der Tatsache, dass die Weltspitze sehr eng zusammen ist ein mehr als respektables Resultat war. "Ich muss zufrieden sein. Mehr war heute nicht drin und ich denke ich habe den Schaden in Grenzen gehalten" fiel das Resümee von Sabine aus.
Und der Blick geht schon wieder nach vorne. Denn am kommenden Wochenende stehen für sie die Deutschen Meisterschaften im Cross-Country auf de Programm. Nach viel Pech im Vorjahr - zwei Reifenschäden - hofft sie auf ein gutes DM Rennen. "Mal sehen wie es wird. Ich bin direkt nach dem Weltcup in die Höhe gefahren um mich final auf die Olympischen Spiele vorzubereiten. Da passt der DM Termin eigentlich gar nicht. Aber ich hoffe trotzdem auf eine Platzierung auf dem Podium" zeigt sich Sabine Spitz verhalten optimistisch. Die Deutschen Meisterschaften werden das zweitletzte Rennen vor den Olympischen Spielen sein.
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 Sabine bei der WM
Kein WM Happy End/ 05.07.16
(Foto: Ego Promotion)
Bei ihren 22. Weltmeisterschaften im Cross-Country - seit 1995 immer dabei - blieb Sabine die verdiente Medaille versagt. Bis 2 km vor dem Ziel lag sie nach einem herausragenden Rennen noch sicher auf Bronze Kurs, bis in der zweitletzten Abfahrt ein Stein den Hinterrad-Reifen durchbohrte. Die Luft war raus und Weg bis zur Technikzone weit. Dort wurde das Hinterrad zwar gewechselt, aber nach mehr als 3 Minuten Zeitverlust waren die Medaillenränge außer Reichweite. Wieder einmal. Denn seit 2009 - nach WM Silber 2008 - ist bei Weltmeisterschaften der Wurm drin. Meist war Sabine in Medaillenform, nur geklappt hatte es mit viel Pech nie mehr. Direkt nach der Zieleinfahrt zeigte sich Sabine noch recht gefasst, . Die eigentliche Enttäuschung kam erst später "Es einfach frustrierend die Medaille so zu verlieren und das zum wiederholten Male bei Weltmeisterschaften. Aber ich versuche das Positive aus dem Rennen mitzunehmen und nach vorne zu schauen, auf das große Saisonziel Rio" Für ihre fünften Olympischen Spiele ist Sabine Spitz in der WM-Woche vom DOSB offiziell nominiert worden. „Auch wenn das jetzt natürlich keine Überraschung mehr war, ist es doch noch mal etwas anders wenn man die Bestätigung bekommt, dass man dabei ist. Dass ich auf dem richtigen Weg bin hat man heute gesehen“ sagte Sabine Spitz. Die erste Chance zur Rehabilitation ist schon am kommenden Sonntag. Im Schweizerischen Lenzerheide findet der vierte Weltcup der Saison statt. Dort hofft Sabine Spitz an die gezeigte Leistung im WM Rennen anknüpfen zu können und mit etwas mehr Glück eine Top-Platzierung herauszufahren. "Die Strecke dort müsste mir ganz gut liegen" zeigt sich Sabine Spitz optimistisch.

In Nove Mesto war schon der Start nicht optimal. Nach dem Sabine Spitz beim ersten Antritt aus dem Pedal gerutscht war, gingen auf den ersten Metern viele Plätze verloren. Dem Massensturz nach etwa 200 Metern konnte sie mit viel Geschick ausweichen und schaffte auf der verkürzten Startrunde den Anschluss an eine acht Damen starken Spitzengruppe. "Ich habe mich super gefühlt und konnte mich optimal positionieren ohne an die Grenzen gehen zu müssen". Nach der ersten Runde reduzierte sich das Feld an der Spitze auf vier Damen, wobei die spätere Siegerin Annika Langvad (DEN) schon einen kleinen Vorsprung herausgearbeitet hatte. Dahinter waren es Sabine Spitz, Maja Wloszczowska (POL) und Catharine Pendrel (CAN) die um weiteren Medaillen kämpften. Einer Tempoverschärfung durch Sabine fiel dann die Kanadierin zum Opfer. Während die Dänin ihren Vorsprung weiter ausbaute und souverän zum WM Titel fuhr, gab es dahinter ein spannendes Duell um Silber und Bronze. Dieses entschied erst einmal die Polin für sich, während Sabine Spitz auf dem scheinbar sicheren Bronze-Platz in die letzte Runde ging. Die Positionen waren bezogen, doch 2,5 km vor dem Ziel nahm das Drama seinen Lauf. In der zweiten Abfahrt wurde die Trumpffahrt durch einen Reifenschaden jäh gestoppt. Der Weg von dort war mit 1 km weit bis in die Technikzone und der Zeitverlust dementsprechend groß. Nach dem Hinterradwechsel schaffte es Sabine Spitz zumindest noch als 9. eine Top Ten ins Ziel zu bringen. "Das war fast ein Déjà-vu von der WM in Saalfelden 2012. Dort ist mir ebenfalls auf sichern Medaillenplatz Gunn-Rita Dahle ins Hinterrad gefahren. ". Dass die Polin Wloszczowska ihre Medaille aufgrund einen Reifenschadens auf den letzten Metern ebenfalls noch hergeben musste, ist eigentlich kaum zu glauben. Die Glücklichen waren Lia Davison (USA) auf Rang 2 und Emily Batty (CAN) auf Rang3.
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 Schwierige Bedigungen für Sabine Spitz in La Bresse
Schlamm drüber in La Bresse/ 01.06.16
(Foto: Ego Promotion)
Beim dritten Mountainbike Weltcup der Saison in La Bresse/ Frankreich wurden die Chancen auf ein weiteres Top-Ergebnis von Sabine durch die heftigen Regenfälle von Samstag auf Sonntag förmlich weggespült. Die ohnehin technisch wie konditionell sehr schwere Strecke in den Vogesen, verwandelte sich durch die nächtlichen Niederschläge, in eine einzige Rutschbahn, was den Athleten das Leben sehr schwer machte. Zahlreiche - zum Teil heftige Stütze - waren die Folge. Dies wollte Sabine nach sicherer Qualifikation für die Olympiachen Spiele in Rio auf jeden Fall vermeiden, was auch gelang. Allerdings fehlte ihr dadurch die nötige Lockerheit, so dass sie auf dem schmierigem Untergrund über die gesamte Renndistanz nie ihren Rhythmus fand und die eigentlich gute Technikerin vor allem in den Abfahrten Probleme hatte das Tempo der Konkurrentinnen mit zu gehen. "Ich war von Anfang an wie blockiert" erklärte Sabine die Situation.
Nach gutem Start im Top besetzten Feld und Rang 7 am höchsten Punkt der Strecke musste Sabine in der langen Abfahrt des 4,2 km langen Kurses schon in der ersten Runde etliche Platzierungen hergeben. Auch die Laufpassagen der schlecht bis gar nicht präparierten Strecke machten ihr Probleme, so dass sie auch im Anstieg mit 170 Höhenmetern nicht das zeigen konnte, was ihr vor Wochenfrist in Albstadt noch eindruckvoll gelungen war.
Auf den insgesamt fünf Runden verlor die EM Dritte damit immer mehr an Boden und ging auf Platz 18 in die letzte Abfahrt vor dem Ziel. Direkt nach der "Tech- und Feedzone" bemerkte sie, dass der hintere Reifen Luft verlor. Mit plattem Hinterrad musste Sabine so nochmals 12 Plätze verschenken und wurde mit 8:23 Min Rückstand auf Siegerin Jolanda Neff (SUI) als 30. platziert. "Das war heute gar nicht mein Tag, der platte Reifen am Schluss passt da perfekt ins Bild. Aber ich habe vorher schon nie wirklich ins Rennen gefunden und viele Plätze verloren. Ich war einfach nicht gut drauf und dann hat man in diesem extrem starken Feld einfach keine Chance auf eine Top Ten Platzierung." sagte Sabine frustriert im Ziel. Allerdings will sie sich durch diesen misslungen Weltcup-Sonntag nicht aus der Ruhe bringen lassen "Ich schaue nach vorne und streiche diese Rennen am besten aus meinem Gedächtnis. Der Fahrplan in Richtung Rio passt und bisher lief es ja auch perfekt.". Nach einem kurzen Pause beginnt für Sabine Mitte Juni die gezielte Vorbereitung auf das olympische Rennen in Rio, das am 20. August stattfindet.
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 Sabine Spitz auf der Verfolgung von Cahterine Pendrel in Albstadt
Super Tag in Albstadt/ 24.05.16
(Foto: RS)
"Top Ten...an einem super Tag auch weiter vorne..." wurde Sabine im Vorfeld des Albstadt Mountainbike-Weltcups, bei der Frage nach den Zielen in der Presse zitiert. Und es wurde ein super Tag, beim vermeintlich letzten Rennen der höchsten Liga auf heimischen Boden. Phasenweise auf Rang 2 notierte fuhr Sabine auf Rang 4 ins Ziel. Schon in der ersten Rennphase der sieben zu fahrenden Runden, auf dem durch viele Höhenmeter geprägten Kurs, machte Sabine deutlich, dass heute mehr drin ist als eine Platzierung unter den besten 10. Zusammen mit Ex-Weltmeisterin Catharine Pendrel (CAN) lag sie lange Zeit auf Rang 2 bzw. 3, wobei die sie vor allem in den Anstiegen einen stärkeren Eindruck als die Kanadierin hinterließ. Das Duell wurde letztlich durch einen unglücklichen Sturz von Sabine in der fünften Runde entschieden. Zwar konnte sie die Fahrt schnell vorsetzen und auch die verrutschten Bremshebel wieder in Position bringen, doch der Rhythmus war erst einmal weg, so dass sogar Gunn-Rita Dahle (NOR) von hinten wieder aufrücken konnte.
Auf den letzen beiden Runden hielt sie die Norwegerin problemlos in Schach, allerdings musste Sabine in der letzten Runde die junge Schwedin Jenny Rissveds noch passieren lassen. In einer Fahrzeit von 1:35:06 Std. belegte sie damit Rang vier. Mit einem Vorsprung von 2:03 Min siegte Annika Langvad (DEN). Sabine zeigte sich aber überaus glücklich über ihre mit Abstand beste Weltcup-Platzierung in Albstadt. Zum ersten Mal stand sie - wie insgesamt aus Deutscher Sicht - in Albstadt auf dem fünfköpfigen Weltcup-Podium. "Auf einer Strecke, die mir eigentlich nicht liegt so gut dabei zu sein, ist für mich ein super Gefühl. Allerdings muss ich zugeben, dass die zig tausend Zuschauer für eine tolle Stimmung und für einen echten Heimvorteil gesorgt haben" freute sich Sabine über ihren gelungenen Auftritt in Albstadt. Im Gesamtweltcup hat sich Sabine Spitz auf Rang 4 verbessert und schon am kommenden Sonntag steht in den Vogesen/ La Bresse der nächste Weltcup auf dem Programm.

Sabine war in den Tagen vor dem Heimweltcup in Albstadt ein gefragter Interviewpartner in Print und TV, wo jeweils auch die Erfolgaussichten abgefragt wurden. Nach zwei 11ten Platzen in den letzten beiden Jahren und dem traumatischen Erlebnis 2013, als sich die Deutsche Rekordmeisterin eine schwere Schulterverletzung auf der schwäbischen Alb zugezogen hatte, zeigte sich Sabine trotz der Top-Ergebnisse in den Rennen davor etwas vorsichtig und definierte ihren persönliche Ziel-Vorgabe mit einem Platz unter den besten 10, oder auch etwas mehr wenn es perfekt läuft. Perfekt lief es dann zwar nicht - wenn man den schmerzhaften Sturz in der fünften Runde berücksichtig - aber ihre eigenen Erwartungen übertraf sie trotzdem deutlich. Dass ist umso erstaunlicher wenn man weiß, dass die 3,5 km lange Runde mit ihren 190hm ein extrem steiles Profil hat und damit vor allem den Kletterspezialistinnen entgegen kommt. Zu diesen zählt auch die Kanadierin Catharine Pendrel, die mit Sabine lange gemeinsam unterwegs war. Den Berg hinauf zeigte sich die Deutsche aber mindestens ebenbürtig wenn nicht sogar etwas stärker. "Es ging wirklich gut heute in den Anstiegen, was mich selber überrascht hat. Schon in der Startrunde, direkt das Bullentäle hinauf hätte ich schneller fahren können, wurde aber etwas blockiert. Eigentlich hatte ich erwartet, dass es dort schwer werden würde, das hohe Anfangstempo mitgehen zu können. Das gab mir natürlich ein gutes Gefühl". Dieses sollte sie nicht täuschen, denn über die gesamte Renndistanz war Sabine im Live-Stream von Red Bull TV in vordersten Positionen zu sehen. Lediglich Annika Langvad war der Konkurrenz enteilt und fuhr im Solo zum Sieg. Im Kampf um die weiteren Podiums-Platzierungen mischte Sabine kräftig mit und zeigte, dass sie im Olympiajahr in der Weltspitze dabei ist. "In Albstadt so gut bestehen, gibt mir natürlich Selbstvertrauen mit Blick auf den Saisonhöhepunkt Olympische Spiele, auch weil die Anforderung dort ganz andere sind, die mir deutlich besser entgegenkommen". zeigt sich Sabine optimistisch. Der Weltcup am nächsten Wochenende in Frankreich beendet die erste Saisonhälfte. Die nachfolgenden Wochen werden dann bis zum 20.08. ganz auf das Olympische Rennen in Rio ausgerichtet sein.
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 Sabine Spitz konzentriert zu EM Bronze
Zweite EM Medaille/ 10.05.16
(Foto: RS)
Das erste Mal in ihrer Karriere durfte Sabine von einer Europameisterschaft gleich mit zwei Medaillen nach Hause fahren. Nachdem sie am Donnerstag mit dem Deutschen Team im Staffel Rennen bereits erfolgreich war und Bronze gewonnen hatte, schaffte sie das Kunststück im Damen Rennen gleich nochmals. Hinter Siegerin Jolanda Neff (SUI) und der Zweitplatzierten Annika Langvad (DEN) fuhr Sabine souverän auf Rang drei und gewann damit ihre neunte EM Einzelmedaille im Cross-Country. Zuletzt stand die amtierende Marathon Europameisterin bei der Cross-Country EM 2012 in Moskau auf dem Podium.
Schon in der ersten Runde erkämpfte sie sich auf der extrem schweren Strecke hoch über dem Vättensee gelegen die Podiumsplatzierung, die sie trotz zweier Stürze im letzten Renndrittel nicht mehr her gab und als Dritte ins Ziel fuhr. „Das ist genial. Ich hatte ja nicht unbedingt damit gerechnet, für die Podiumsplätze kamen eher andere in Frage, die zum Beispiel den Australien-Weltcup ausgelassen haben. Zudem ist die Strecke mit den 200hm pro Runde eigentlich eher für die Kletterspezialisten geschaffen“, kommentierte eine super glückliche Sabine ihren Medaillengewinn.

An ihrem weißen National-Trikot war die rechte Seite ziemlich eingestaubt. Zweimal war sie in der vierten von insgesamt sechs Runden gestürzt, so dass die direkte Verfolgerin Maja Wloszczowska (POL) ihren Rückstand von rund 40 Sekunden plötzlich halbieren konnte. Doch Sabine bleib cool und vertraute auf ihre Stärken. „Ich habe mir dann selber gesagt, he, konzentriert bleiben", erklärte sie im Ziel Es hatte funktioniert. Schnell vergrößerte sie das Polster wieder auf 30-40 Sek. wobei sie vor allem in den Anstiegen immer wieder Boden gut machte.
Nach einem guten Start hatte sich Sabine bereits auf der ersten 4 km Runde an der dritten Stelle positioniert. Während vorne Annika Langvad und Jolanda Neff weg zogen, formierte sich hinter ihr eine 4 Damen starke Gruppe, die es aber nicht schaffte auf den restlichen 5 Runden dem Tempo von Sabine zu folgen. "Auf dieser extrem schweren Strecke war es entscheidend, seinen eigenen Rhythmus zu fahren. Das habe ich gemacht und mich von meinen Mitstreiterinnen auch nicht irritieren lassen" erklärte Sabine ihr Erfolgrezept bei ihrer 20. Cross-Country Europa-Meisterschaften.
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 Sabine schaut die Strecke in Cairns an
Platz 5 im Dschungel/ 25.04.16
(Foto: RS)
Im australischen Cairns gelang Sabine mit Rang 5 ein perfekter Start in die olympische Mountainbike Weltcup Saison. Dabei musste sie sich vor drei Wochen noch Sorgen machen, ob sie beim Startschuss zum ersten Weltcup-Rennen 2016 überhaupt an den Start gehen kann. Eine Knieprellung, die sie sich eineinhalb Wochen vor der Abreise nach Down Under bei einem Sturz im Swiss Cup Rivera zugezogen hatte, stellte das geplante Programm in Frage bzw. lösten beim behandelnden Arzt Dr. Gösele von der Crossklinik Basel zumindest deutliche Bedenken aus, ob es sinnvoll ist die lange Reise nach Australien auf sich zu nehmen. Mit viel Therapie und eisernem Willen verlor Sabine das Ziel allerdings nicht aus den Augen. Und es half, der Heilungsverlauf war deutlich besser als erwartet, so dass es Seitens der Mediziner doch grünes Licht gab. Die Hartnäckigkeit hat sich gelohnt, denn Sabine ist auf dem 4 km langen Kurs durch den Dschungel gleich auf das erweiterte Top 5 Weltcup Podium gestürmt. Zuletzt war ihr das übrigens vor genau 2 Jahren gelungen, auch in Cairns. Wie es scheint herrschen dort nicht die schlechtesten Bedingungen für Sabine.

Diese sind zumindest mal sehr warm, oder meist treffender: schwül/ heiss. Am letzten Sonntag des Aprils 2016 war es allerdings erträglich, was aber mehr für die Konkurrentinnen von Sabine ein Vorteil war. Aus der ersten Startreihe mit Nr. 6 ins Rennen gehend - wie auch vor zwei Jahren - gelang Sabine ein ordentlicher Start und sie reihte sich nach der 2,2 km langen, flachen Startrunde als 10. des 50 Damen starken Feldes ein. In der ersten von insgesamt sechs großen Runden machte Sabine bereits 5 Plätze gut, wobei der Rückstand zum führenden Trio noch gering war. Von hinten rückte Ex-Weltmeistrein Catharine Pendrel zu Sabine auf. Gemeinsam holten sie dann in der zweiten Runde die bis dahin Vierte Helen Grobert ein. Während sich an der Spitze das Duo Langvad/ Intergand absetzte, kam das Trio immer näher an die drittplatzierte Rebecca Henderson (AUS) heran. Sabine fühlte sich gut verpasste aber die Tempoverschärfung von Pendrel, so dass aus dem Quartett ein Australisch/ Kanadisches und ein Deutsch/ Deutsches Duo wurde. Vor allem in den Anstiegen fuhr Sabine immer wieder eine kleinen Vorsprung heraus, wobei in den technisch schwierigen und schnellen Abfahrten meist ein paar Sekunden liegen geblieben sind. So ging es zu zweit auf die letzte Runde. Auf den letzten 4 km nutzte Sabine ihre Stärke am Berg, um letztlich souverän Rang 5 im Ziel zu erobern. Sie lag damit 1:24 Min hinter Siegerin Annika Langvad (DEN), die eine Siegerzeit von 1:28:41 Std. hatte.
„Es lief perfekt. heute. In der ersten Runde hielt ich mich etwas zurück um bei den warmen Bedingungen meinen Rhythmus zu finden. Den konnte ich dann bis zum Ende problemlos durchfahren“, erklärte Sabine und freute sich: „Ich bin super glücklich auf den Weltcup Podium zu sein. Die Richtung mit Blick auf Rio stimmt auf jeden Fall. Darauf kann ich aufbauen"
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Sabine „Lost in the Jungle“/ 22.04.16
(Foto: RS)
Sabine sitzt in allen Sätteln. Als Studio-Gast beim Südwestrundfunk mit anschließender Technik-Demo auf ihrem Mountainbike. Der Verband reiht ihr Porträt in die Liste der hoffnungsvollsten Rio-Aspirantinnen ein, das deutsche Weltcup-Rennen in Albstadt erklärt sie zur Anchor Woman. Beim Heimspiel in Bad Säckingen rissen die Anfragen gar nicht mehr ab. Und als Fahnenträgerin für Olympia wird sie auch schon gehandelt.

Aber wo ist Sabine jetzt? Abgetaucht vor zu viel Rummel zu Beginn der finalen Saison auf dem Mountainbike? Ja und zwar in den Dschungel im nördlichen Queensland. Nach Cairns aber führte die Reise nicht um das Great Barrier Reef zu erkunden. In Australien, wo die 44-Jährige vor 20 Jahren ihre zweite MTB-WM bestritt, startet am Sonntag die Mountainbike-Weltcupsaison 2016. Gleichzeitig der lange Anlauf zu den Sommerspielen, das erste Kräftemessen mit der internationalen Konkurrenz. Die staunte bei der gemeinsamen Inspektion des Kurses durch den Urwald („Schlangen und Spinnen inklusive“, berichtet Sabine). Die Südbaderin wirkt noch schlanker, extrem austrainiert. Auch aufgrund der Teilnahme am härtesten MTB-Etappenrennen, 800 Kilometer quer durch Südafrika habe sie an Gewicht verloren. Rank und schlank möchte sie Down Under zumindest unter die Top 8. Das bedeutete die erste Startreihe in vier Wochen beim Heimweltcup in Albstadt.

Die Medien rücken die Story der deutschen MTB-Queen in den Fokus. Zum fünften Mal zu Olympischen Spielen. Mit einem einmaligen Medaillenset (Gold in Peking, Silber in London, Bronze in Athen) in Petto, eine unerschrockene Kämpferin gegen Doping, UN-Botschafterin für biologische Vielfalt – und eloquente Seminarleiterin. Als der Hauptsponsor absprang, gründete sie zusammen mit Ehemann Ralf Schäuble das eigene Team. Immer über Stock und Stein, egal wie hoch die Hindernisse sind. 2013 schienen zwei Schulterbrüche die Karriere zu beenden. „Aber so wollte ich nicht aufhören“, sagte sie und kämpfte sich zurück. Jetzt heißt das Ziel: „Eine Medaille in Rio.“

Das dies der Abschluss einer Karriere sein könnte, die vor zwei Jahrzehnten mit der Weltcup-Premiere in den Ardennen begann, rückt in den Hintergrund. „Spielt keine Rolle“, betont sie, voll konzentriert auf Cairns, wo ihr der Kurs mit 130 Höhenmetern pro 4-km-Runde liegt. „Hier muss man im Flachen mit viel Druck fahren, ich bin jedenfalls voll motiviert.“ Das wundert nicht. Das ist ihr Stil. Vor zwei Jahren gastierte der Mountainbike-Tross letztmals an Australiens Ostküste. Damals wurde sie Vierte trotz Reifendefekt, ein Ausrufezeichen.

Eine Knochenprellung im Knie verhinderte zuletzt beim Heimrennen am Hochrhein eine bessere Platzierung als Rang 8 – noch ist das Gelenk dick getaped „Aber es wird besser“, sagt sie. Und strahlt unter sommerlicher Sonne. Cairns bietet fast 30 Grad, samt hoher Luftfeuchtigkeit. So soll es bis zum Rennen am Sonntagmorgen bleiben. Ungünstig: der Internet Livestream auf Red-Bull TV startet zu hiesiger Zeit in tiefer Nacht:3:30 Uhr.
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Zweiter Etappensieg in Folge/ 19.03.16
(Foto: RS)
Zum Ende der 13. Cape Epic - dem härtesten Mountainbike Etappenrennen der Welt - kommen Sabine und ihre 21 Jahre jüngere Teamkollegin Yana Belomoina (Ukraine) immer besser in Fahrt. Einen Tag nach dem Erfolg auf der Königsetappe, hat das Team "Sport for Good" gleich nachgelegt und das 74 Kilometer lange Teilstück Rund um Stellenbosch/ Boschental nach einer Fahrzeit von 3:50 Std souverän für sich entschieden. Auf die Gesamtführenden Langvad/ Kleinhans fuhren sie bis in Ziel eine Vorsprung von 2:54 Min heraus. Auf das in der Gesamtwertung bis heute noch zweitplatzierte Team Bigham/ Morath betrug der Vorsprung sogar 8:48 Min. Damit haben sich Sabine und Yana Belomoina in der Gesamtwertung um einen Platz verbessert und belegen vor der Schlussetappe, die von Stellenbosch nach Durbanville/ Kapstadt über 84km führt, mit einem Vorsprung von 3:55 Min Rang 2 in der Gesamtwertung. Der Rückstand auf das Führende Team beträgt 15:43 Min.

"Das war ein grandioser Tag heute. Wir konnten von Beginn an Druck machen. Die Strecke mit den vielen Singletrails kam uns sehr entgegen und hat viel Spaß gemacht. Auf den Anfangs noch sehr rutschigen Trails - wegen des nächtlichen Regens - fühlte ich mich wie zu Hause" sagte Sabine im Ziel. "Wir hatten natürlich schon den zweiten Platz in der Gesamtwertung im Blick, deshalb haben wir von Anfang an Tempo gemacht, wollten es aber nicht übers Knie brechen. Dass es am Ende dann heute schon funktioniert hat Platz 2 zu erobern ist natürlich genial" freute sich die Marathon Europameisterin. Die letzte Etappe wollen die beiden gelassen angehen. "Der Weg an die Spitze ist zu weit, deshalb geht es vor allem darum den zweiten Platz zu verteidigen" erklärte Sabine.
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Perfekter Einstand in Südafrika/ 17.03.16
(Foto: RS)
Auch auf der fünften von insgesamt acht Etappen überzeugte das Laureus Team "Sport for Good" mit Sabine und der jungen Ukrainerin Yana Belomoina. Nur ganz knapp haben sie auf dem 73 km lange Teilstück, das in Wellington um 7 Uhr gestartet wurde, den Tagessieg verpasst. Gewonnen wurde die Etappe die auch in Wellington zu Ende ging von den Führenden in den der Gesamtwertung Annika Langvad und Ariane Kleinhans. Dabei waren die beiden Team nahezu auf der gesamten Etappe gemeinsam unterwegs. Nur kurz hatten Sabine Spitz und Yana Belomoina im zweiten längeren Anstieg eine kleinen Vorsprung herausgefahren. Auf einem längeren Flachstück ist das Dänisch/ Schweizerische Team aber wieder herangekommen. Danach haben sie gut zusammengearbeitet und den Vorsprung auf die Drittplatzierten Bigham/ Morath bis auf über 5 Minuten ausgebaut.

In der Gesamtwertung liegen Sabine und Yana Belomoina jetzt auf Rang 3. "Ich bin sehr zufrieden wie es bisher läuft. Eigentlich ist die Belastung im Moment so wie ich mir das miz Blick auf die kommenden Aufgaben beim Weltcup und natürlich den Olympischen Spielen vorgestellt habe. Und wenn wir uns in den Etappen so gut platzieren können umso besser" zieht Sabine bei ihrem ersten Cape Epic Einsatz ein positives Fazit. Schon in den Tagen zuvor war das Team sehr erfolgreich unterwegs und konnte schon zwei Podestplätze erringen ohne ans Limit gehen zu müssen. Sehr eindrücklich für die beiden ist die Landschaft in der sie mit den Bikes unterwegs ist. Trotz aller Anstrengung, der extremen Hitze und den brutalen Strecken hatte Sabine dafür noch einen Blick. "Die Strecken sind sehr hart machen aber auch viel Spaß. Lediglich am zweiten Tag war es etwas schwierig, da der Staub einfach extrem war" berichtet die dreifache Olympiamedaillen-Gewinnern. Noch stehen drei weitere Etappen auf dem Programm. Morgen geht es über 95 km von Wellington nach Stellenbosch. Am Sonntag endet die 13 Cape Epic dann in Durbenville bei Kapstadt. Sabine hofft zusammen mit Yana Belomoina den Platz auf dem Podium bis dorthin verteidigen zu können.
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 Sabine auf Zypern
Sieg beim Finale in Zypern/ 07.03.16
(Foto: Ego Promotion)
Beim großen Finale einer ganze Reihe von international stark besetzten Rennen auf Zypern, die im "Sunshine Cup" zusammengefasst sind, siegte Sabine in souveräner Manier. Sie bestätigte damit die herausragende Frühform, die sie beim Mountainbike Etappen-Rennen vor einer Woche auf Zypern schon angedeutet hatte.
Auf dem 5 km langen Rundkurs in der Nähe von Larnaka bestimmte Sabine bei sommerlichen Bedingungen von Anfang das Tempo im 40köpfigen Starterfeld, zu dem auch die Olympiasiegerinnen Gunn-Rita Dahle (NOR) und Julie Bresset (FRA) gehörten. Unter dem Tempodiktat der 17fachen Deutschen Meisterin, setzte sich schon in der ersten von 5 Runden eine Vierergruppe ab, zu der neben der Norwegerin Dahle auch die WM Dritte des Vorjahrs Yana Belomoina (UKR) gehörte.

Schon ab der zweiten Runde war es dann nur noch das Duo Dahle/ Spitz das um den Sieg kämpfte. Doch die Norwegerin hatte Probleme das Tempo von Sabine am Berg zu halten. Eingangs der zweitletzten Runde hatte sie dann einen Vorsprung von 7 Sek. herausgefahren Dieser vergrößerte sich dann im ersten Anstieg auf satte 25 Sek., was letztlich die Entscheidung in dem spannenden Rennen herbeiführte. Ab da kontrollierte Sabine das Rennen und lies sich den Sieg nicht mehr nehmen. Mit einer Fahrzeit von 1:38:31 Std hatte sie im Ziel einen Vorsprung von 21 Sek. auf die Norwegerin. "Anfangs tat ich mich etwas schwer. Aber dann habe ich immer besser meinen Rhythmus gefunden und konnte speziell in den Anstiegen immer wieder Boden gut machen. Das ist natürlich ein super Einstieg in die Saison, auf dem sich aufbauen lässt" zeigte sich Sabine im Ziel sehr glücklich über ihre Leistungen in den ersten Rennen der Saison.
Als nächstes wird sie in Südafrika mit der "Cape Epic" das härteste Mountainbike-Etappen-Rennen der Welt bestreiten, um die Form mit Blick auf den Saisonstart in Deutschland am 10.4. in ihre Heimat Bad Säckingen und den Weltcup Auftakt in Australien am 24.4. weiter zu verbessern. Das große Ziel in diesem Jahr sind die Olympischen Spiele in Rio. Dort will sie bei ihrer fünften Teilnahme die vierte Olympische Medaille gewinnen.
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Start bei der Cape Epic/ 20.01.16
(Foto: RS)
Erstmals geht Sabine in diesem Jahr beim legendären Mountainbike Etappenrennen "Cape Epic" in Südafrika an den Start. Das Rennen für Zweier-Teams bestreitet sie gemeinsam mit der jungen Ukrainerin Yana Belomoina (23), die im letzten Jahr mit der Belegung des dritten Platzes bei der Cross-Country WM für Aufsehen gesorgt hatte. Die Beiden gehen als "TEAM SPORT FOR GOOD" für die Laureus Sport for Good Foundation an den Start. Dabei möchten sie sowohl auf die Projekte und die Arbeit der Stiftung aufmerksam machen als auch Spenden akquirieren. "Es ist fantastisch, diese sportliche Herausforderung mit dem guten Zweck verbinden zu können" sagt Sabine. Bei der sportlichen Zielsetzung zeigt sie sich etwas zurückhaltender: „Es ist für uns beide die erste Teilnahme. Primäres Ziel ist es, Erfahrungen zu sammeln und gut wieder in Kapstadt anzukommen". Auf den insgesamt acht Tagesabschnitten erwarten die Teilnehmerinnen 647 km und 14950 Höhenmeter. Das spiegelt jedoch nur die halbe Wahrheit wider: Zur Cape Epic gehört außerdem ein extremes Gelände, das die Rundfahrt zu einem echten Härtetest für Mensch und Material werden lässt. Bedenken, ob das Paar trotz des Altersunterschieds gut harmoniert, hat Sabine nicht. "Wieso, wir sind doch fast gleich alt" scherzt sie und ergänzt: "Ich glaube, wir gehen mit gleichen Zielsetzungen ins Rennen, das ist das Wichtigste". Dass die Ukrainerin ihre Tochter sein könnte, spielt für Sabine keine Rolle. "Sicher hat sie etwas Vorteile bei der Regeneration, dafür habe ich aber mehr Lebenskilometer"

Am 13. März fällt der Startschuss für die 13. Austragung des Etappenrennens mit dem Prolog in Kapstadt. Weitere sieben Etappen werden in den folgenden Tagen in der Cape Region rund um Kapstadt ausgetragen. Die einzelnen Tagesabschnitte haben es in sich - nicht nur, weil die klimatischen Bedingungen aufgrund von Hitze und Staub durchaus extrem sind. Darüber hinaus ist insbesondere das Gelände im südlichsten Teil Afrikas gefürchtet. Ellenlange Staubpisten, knallharte Anstiege, Schotter und Sand soweit das Auge reicht lassen die Tour zur Tortour werden. Dieses Jahr weist das Profil so viele Höhenmeter auf wie nie zuvor. "Das ist schon eine extreme Belastung. Aber das ist genau das, was mein Trainer Frank Brückner und ich zur Vorbereitung auf die Olympische Saison gesucht haben. Allerdings wird es wichtig sein, das Ganze dosiert anzugehen" antwortet Sabine auf die Frage zu ihrer Strategie, wobei eine gehörige Portion Respekt in ihrer Stimme mitschwingt.
Ihre Partnerin Yana Belomoina sieht das genau so. Auch für sie soll es eine spezielle Vorbereitung auf die olympische Saison sein. Sie ist eine der ganz großen Hoffnungsträgerinnen im internationalen Mountainbike-Rennsport. Im ersten Elite-Jahr hat sie mit WM Bronze bereits ihr großes Potential bewiesen. Auch die "GOLD Trophy Sabine Spitz" in Bad Säckingen hat sie 2015 zum Saisonende hin souverän gewonnen. "Sie ist eine hervorragende Bergfahrerin, vielleicht sogar die Beste." sagt Sabine über ihre Partnerin im Team Sport for Good.
Die Kooperation mit der Laureus Sport for Good Stiftung gibt dem Start bei der Cape Epic neben dem völkervereinenden Aspekt eine besondere Note und ist Sabine - die sich schon länger für soziale Projekte einsetzt - sehr wichtig: "Wir hoffen, wir können als Team Sport for Good etwas bewegen", sagte Sabine.

Die Laureus Sport for Good Foundation nutzt die Kraft des Sports, um benachteiligte Kinder und Jugendliche in ihrer persönlichen Entwicklung zu unterstützen. Teamgeist, Respekt, Disziplin und Fairplay sind die zentralen Werte, die in den von der Stiftung geförderten sozialen Sportprojekten vermittelt werden. Die Kinder und Jugendlichen mit Behinderung oder aus sozialen Brennpunkten lernen über den Sports, an sich zu glauben, ihre Ziele zu verfolgen, Rückschläge zu überwinden und ihr Leben selbst in die Hand zu nehmen.

Aktive und ehemalige Profisportler unterstützen die Laureus Sport for Good Foundation. Sie sind Vorbilder für die Kinder und Jugendlichen in den geförderten Projekten, machen auf die Arbeit der Stiftung aufmerksam und rufen zu Spenden auf (laureus.de/sportforgood). Als „Team Sport for Good“ schließen sie sich in verschiedenen Sportarten zusammen und treten bei Wettkämpfen weltweit für die gute Sache an.
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 Sabine Spitz auf dem Weg zum Sieg
Sieg in der Schweiz/ 26.12.15
(Foto: RS)
Mit einem Sieg beendet Sabine ihr Wettkampfjahr 2015. Einen Tag vor dem 44. Geburtstag gewann sie mit einer überzeugenden Leistung beim Radcross GP Luzern in Pfaffnau/LU. Dabei rückte ein "vorzeitiges Geburtstagsgeschenk" kurz nach dem Start erst einmal in weite Ferne. Sabine wurde in eine Start-Kollision verwickelt, bei der sie rund 30 Sek auf das Feld verlor. Nach einer beeindruckender Aufholjagd setzte sie sich nach gut der Hälfte des Rennens an die Spitze, die sie trotz eines weiteren Sturzes nicht mehr abgab. Damit durfte sich Sabine vor dem Jahreswechsel über ihren 14. Sieg in diesem Jahr freuen. "Das ist für mich ein perfekter Jahresabschluss. Zum Glück habe ich mich beim Sturz nach dem Start nicht verletzt und schnell wieder meinen Rhythmus gefunden. Ich habe mich sehr gut gefühlt und konnte in jeder Runde Boden gut machen." freute sie sich über den Sieg.

100m Meter nach dem Start schien für Sabine der Ausflug ins Radcross-Metier schon jäh beendet zu sein. Nach einer Unaufmerksamkeit der Amerikanerin Beth-Ann Orton kam es zu einer Kollision, bei der Sabine ebenfalls mit zu Boden gerissen wurde. Wieder auf dem Rad, war das Feld längst enteilt. Als Zweitletzte - mit etwa einer halben Minute Rückstand - machte sie sich über fünf zu fahrenden Runden auf die Verfolgung. Die rutschige und kupierte Strecke kam Sabine entgegen, so dass sie immer besser ihren Rhythmus fand und eine grandiose Aufholjagd zeigte. Das war so ganz nach dem Geschmack der 2500 Zuschauer. Runde um Runde machte sie Plätze gut und schon bald wurde sie auf Platz zwei, 16 Sek. hinter Nathalie Schneitter (SUI) notiert. Doch der Vorsprung der Schweizerin schmolz wie das Eis in der warmen Wintersonne von Pfaffnau. Eingangs der zweitletzten Runde war es dann soweit. Sabine zog an Schneitter vorbei, ohne dass diese ernsthafte Gegenwehr zeigen konnte. Schnell fuhr Sabine einen kleinen Vorsprung heraus, der stetig anwuchs. Allerdings wurde es dann doch nochmals spannend. In einer Schräghang-Abfahrt machte Sabine einen Fahrfehler und musste abermals zu Boden. Dabei verdrehet sich der Lenker, so dass sie in der Technik-Zone das Rad wechseln musste. Plötzlich spürte Sabine wieder den Atem der Verfolgerin im Nacken. Doch die dreifache Olympia-Medaillen Gewinnerin blieb cool und zog in der letzten Runde abermals auf und davon. Im Ziel hatte sie dann nach einer Fahrzeit von 43:41 Min. einen Vorsprung von 26 Sek. auf die Schweizerin.
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 Sabine im Gepräch mit den Mädchen
Gemeinsam hoch hinaus/ 03.11.15
(Foto: RS)
„… bleib mit dem Körper nah an der Wand… such´ dir einen sicheren Stand für die Füße…“ unterstützt Sabine die Mädchen an der Kletterwand beim diesjährigen INVA Aktionstag.. „Jessica, du schaffst das, setz den Fuß dorthin, nur noch ein paar Meter, dann bist Du oben“, feuert Sabine an, und die Mädchen klettern, wieder und wieder; für einige ist es leicht, bis ganz nach oben zu kommen, die eine braucht etwas mehr Zuspruch von der Freundin, und mancher reicht die Kraft noch nicht bis ganz oben, aber alle erleben, dass sie es schaffen, höher hinauf zu klettern als gedacht. Mädchen zu stärken durch gemeinsame sportliche Aktivitäten wie Klettern, Tanzen, Schwimmen sowie durch die Beschäftigung mit Themen wie Gesundheit, Ernährung, Körper und Gefühl - das ist Ziel und Inhalt des IN VIA - Mädchenprojekts M³ - MädchenMachenMobil. "Das ist ein wirklich tolles Projekt um die Mädchen zu motivieren sich über den Schulalltag hinaus etwas zu unternehmen, neue Erfahrungen zu sammeln und so etwas für die Zukunft mitzunehmen. Etwas gemeinsam zu machen ist auch in Bezug auf die Integration sehr wichtig. Es ist schön, dass ich das Projekt als Patin begleiten darf und ab und zu auch selber mit dabei zu sein kann" freute ich Sabine über den Tag mit den Mädchen.

Ein Höhepunkt dieses Projektes ist der jährliche Aktionstag mit Sabine als M³- Projektpatin, an dem gemeinsamer Sport, Spaß und Austausch auf dem Programm stehen. Diesmal ging es in der Kletterhalle„gemeinsam hoch hinaus“: nachdem die Mädchen das Projekt kurz vorgestellt hatten, war der Bewegungsdrang der fast 30 Teilnehmerinnen zwischen neun und 13 Jahren nicht mehr zu bremsen – begeistert waren sie bei der Zumba-Erwärmung dabei, und endlich ging es dann mit Sabine zum Klettern und in den Abenteuergarten. Teamgeist, Vertrauen und natürlich Mut waren gefragt.
Gudrun Kreft, Abteilungsleiterin im Amt für Kinder, Jugend und Familie der Stadt Freiburg, war als Gast beim Aktionstag dabei. Kreft erachtet es für wichtig, dass Mädchen solche eigenen Räume haben, in denen sie sich erproben können. Im Alltag der Schulsozialarbeit sei für Projekte wie M³ zu wenig Raum, daher seien solche Angebote, die außerdem mit der Schulsozialarbeit gut vernetzt sind, eine sinnvolle und wichtige Ergänzung. Im Gespräch mit Barbara Denz, der Vorstandsvorsitzenden von IN VIA Freiburg e.V., betonte sie, dass es für die Entwicklung der Mädchen wichtig sei, sie mit Vorbildern wie Sabine in persönlichen Kontakt zu bringen.
Sabine engagiert sich als IN VIA-Botschafterin seit sieben Jahren für die Zukunft junger Menschen und ist seit 2013 Patin des Projekts M³. Durch ihr eigenes Vorbild vermittelt sie, dass es sich lohnt, eigene Ziele selbstbewusst, aktiv und mit Ausdauer zu verfolgen und sich von Rückschlägen nicht entmutigen zu lassen. Mit Unterstützung der Adelhausenstiftung führt IN VIA das außerschulische Projekt M³ nun schon im dritten Jahr durch. Für das Jahr 2016 gibt es bereits die Zusage für eine Teilfinanzierung durch die Stadt Freiburg. Teilnehmerinnen sind Mädchen aus derzeit drei Freiburger Schulen (Gerhart-Hauptmann-Schule, Pestalozzi-Realschule und Lessingschule, Zentrum für individuelle Bildung und Beratung).
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 Tolle Kulisse auf der Mountainbike WM Strecke in Andorra
Platz 8 bei der WM/ 06.09.15
(Foto: EGO Promotion)
Andorra ist ein gutes Pflaster für Sabine. Vor zwei Jahren gewann sie in den Pyrenäen ihren letzten Weltcup – jetzt erreichte sie bei der Cross-Country WM mit einer überzeugenden Leistung die Top Ten. Nach einem spannenden Rennverlauf beendete sie das Titelrennen auf einer schlammigen uns sehr schwierig zu befahrenden "Piste" als beste Deutsche, mit einer Fahrzeit von 1:56:54 Std auf Rang 8. Dabei ist das Rennen für sie nicht optimal gelaufen. Eine schlechte Startposition, ein schmerzhafter Kontakt mit dem Pedal und ein Sturz in der vorletzten Runde, verhinderten ein besseres Resultat. „Die Form war da und vielleicht wäre sogar eine Medaille möglich gewesen. Aber ich bin mit dem Ergebnis zufrieden. Ich habe meine beste Saisonleistung gezeigt und bin sicher noch immer zu den Schnellsten der Welt zu gehören.“ sagte sie im Ziel.

Bei ihrer 21. Cross-Country WM lief für Sabine nicht alles rund. Schon mit einer ungünstigen Startposition ins Rennen gegangen, war es am Anfang schwierig nach vorne zu kommen. In der ersten Runde wurde sie deshalb erst mal auf Position 14 notiert. Sie fühlte sich aber sehr gut und fand immer besser ins Rennen. Obwohl Sabine eher dosiert zu Werke ging - um aufgrund der Höhenlage von 1900 m.ü.M. nicht zu überziehen - machte sie in der zweiten, der insgesamt sechs schweren Runden, viel Boden gut und schob sich bis zum Ende der Runde auf Rang 6 nach vorne. "Ich hatte eine super Rhythmus und es fiel mir leicht einige Konkurrentinnen zu überholen". Dazu zählte auch die später Zweiplatzierte Irina Kalentieva (RUS). Gegen Ende der dritte Runde unterlief ihr dann aber ein folgenschweres Missgeschick. Beim Versuch, an der Italienerin Eva Lechner vorbei zu gehen, musste sie vom Rad. Dabei rammte sie sich das Pedal so unglücklich in die Kniekehle, dass ein Nerv voll getroffen wurde. "Es war wie ein Stromschlag und als ich wieder mit dem Fuß auftreten wollte, ist dieser gleich mehrmals weg-geknickt. Dort hatte ich kurzzeitig sogar Zweifel ob ich überhaupt weiterfahren kann" schilderte sie die Situation.
Zum Glück bestätigten sich die ersten Bedenken nicht, aber der gute Rhythmus war dahin. "Mal abgesehen von den Schmerzen ist mir danach deutlich schwerer gefallen das Tempo noch einigermaßen hoch zu halten" sagte Sabine. Bis zur vorletzten Runde behauptete sie sich aber noch souverän auf Rang 7, vor der Kanadierin Emily Batty. Dann wurde Sabine in einer schnellen Singeltrail-Passage eine glitschige Wurzel zum Verhängnis. Das Hinterrad schmierte weg und sie prallte mit ihrem Bike gegen einen Baum. Zum Glück ohne größere Folgen, so dass sie recht schnell wieder aufs Rad konnte. Allerdings löste sich durch den Sturz der Schnellspanner am Hinterrad, was Sabine nicht bemerkte. Dazu war der Vorsprung auf die Kanadierin fast aufgebraucht. Mit schleifender Bremse - aufgrund des nicht mehr zu 100% fixierten Hinterrades - versuchte Sabine zwar alles um den 7. Platz doch noch ins Ziel zu bringen. Leider gelang das nicht mehr. "Als Emily an mir vorbei ging konnte ich nicht mehr dagegen halten. Das ist zwar etwas schade, aber in Anbetracht der Umstände bin ich mit Rang 8 und mit meiner Leistung sehr zufrieden. Ich denke die Zielsetzung mich auf den Saisonhöhepunkt WM zu konzentrieren hat funktioniert. Das macht mich zuversichtlich für das nächste Jahr". Damit meint Sabine ihr großes finale Ziel: Bei ihrer fünften Olympia-Teilnahme 2016 in Rio, nochmals um die Medaillen fahren zu können.
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 Sabine Spitz bei der Mountainbike EM
Platz 7 bei der EM/31.07.15
(Foto: EGO Promotion)
Bei den Mountainbike Europameisterschaften in Chies d'Alpago nahe Belluno/ITA belegte Sabine als beste Deutsche Rang 7. Nach einem völlig misslungen Start machte sie viel Boden gut und verbesserte sich schnell von Rang 15 bis auf Rang 7. Mit nur 14 Sek bis auf eine Podiumsplatzierung schien zu dem Zeitpunkt sogar eine Medaille in Reichweite. Allerdings hatte die Aufholjagd bei sehr warmen Temperaturen ihre Spuren hinterlassen. Es gelang Sabine nicht mehr auf den restlichen 3 Runden den hohen Rhythmus weiter zu beizubehalten, so dass es am Ende bei Rang 7 blieb. "Ich denke ich bin ein gutes Rennen gefahren, auch wenn ich etwas enttäuscht bin, dass es nicht ganz für eine Medaille gereicht hat. Aber Rang 7 ist ja auch nicht schlecht" kommentierte Sabine im Ziel. Der Titel ging an die Schweizerin Jolanda Neff, die mit einer Siegerzeit von 1:18:11 Std. einen Vorsprung von 3:08 Min auf Sabine hatte.

Die Hoffnung auf eine Medaille schien im Vorfeld in Anbetracht der Weltcup-Ergebnisse etwas optimistisch, lag aber mit der gezeigten Form beim EM Rennen dann aber doch in Reichweite. Einzig das Quäntchen Glück fehlte. Vor allem beim Start. Und das dieser sehr wichtig sein würde, war schon bei der ersten Besichtigung klar. Denn schon kurz nach der Startlinie wurde es sehr eng. Und genau dort stand dann Sabine auch. Nach dem Startschuss wurde sie von einer Mitstreiterin in die Zuschauer abgedrängt, damit war die Chance dahin, einigermaßen gut wegzukommen. Der "Stau" kostete Zeit und etliche Platzierungen. Nach einer ersten Zählung notierte Sabine auf Rang 15, vor dem ersten längeren Anstieg. Dort gelang es ihr viel Boden gut machen und sie schaffte es, sich innerhalb einer Runde in eine aussichtsreiche Position zu bringen. Nach der verkürzten Startrunde und ersten vollen Runde lag Sabine nur noch knapp hinter dem unerwarteten Podium. Die Chance auf eine Medaille war plötzlich da. Es war aber ein Kraftakt so schnell nach vorne zu kommen, und dieser lies sich über die verbliebene Renndauer nicht beibehalten. So dass es am Ende bei Rang 7 blieb.

Die Ausläufer der Dolomiten waren übrigens schon einmal Schauplatz der Mountainbike Europameisterschaften. Das war 2006 als Sabine mit Bronze die einzige Medaille für Deutschland gewann. Die Erinnerungen waren damit gut an den kleinen Bergort Chies d' Alpago. Die Strecke war in diesem Jahr identisch zu damals, was nicht unbedingt ein Vorteil für Sabine war. Denn das Profil mit seinen 220 hm auf 5 km verteilt und den sehr schnellen technischen einfachen Downhill-Passagen, sind nicht unbedingt auf ihre Stärken zugeschnitten. Gleichwohl hatte sich Sabine viel vorgenommen und im Vorfeld zumindest ein bisschen aufs Podium geschielt. Zur Recht wie sich zeigte.
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Sieg bei der Premiere/12.07.15
(Foto: EGO Promotion)
Der Albstadt Bike Marathon gehört zu den ältesten Mountainbike Veranstaltungen in Deutschland und stand schon lange auf der To-do-Liste von Sabine. Nirgends sonst bei einem Marathon sind die Zuschauer so zahlreich und so begeistert an der Strecke vertreten, wie bei diesem Langstreckenrennen auf der Schwäbischen Alb. Einzig der Termin - zweites Wochenende im Juli - hatte einen bisherige Start verhindert, da meistens in dieser Zeit wichtige Cross-Country Starts auf dem Programm der Europameisterin stehen. Dieses Jahr war die Konstellation aber günstig, so dass Sabine die Chance für den ersten Start in Albstadt nutzte.
Die Premiere gelang auf Anhieb perfekt. Mit neuem Streckenrekord siegte Sabine auf der 87 km langen Runde mit knapp 2000 hm souverän in der Zeit von 3:09:53 Std. "Ich habe mich sehr gut gefühlt und am Anfang etwas zurückgehalten, da ich die Strecke nicht kannte. Nach etwa 35km war ich dann alleine unterwegs. Von da an bin ich meinen eigenen Rhythmus gefahren" sagte Sabine im Ziel. Sie baute ihren Vorsprung auf der durch viele kurze, steile Anstiege geprägten Strecke stetig aus. Dieser kumulierte sich bis ins Ziel auf 6:14 Min. vor der zweit platzierten Ann Katrin Hellstern (Freiburg). Rang 3 ging an die Deutsche Marathon Meisterin Silke Schmidt (München, + 7:17 Min). "Es hat wirklich Spaß gemacht hier zu fahren. Es war fantastisch, wie die Leute an der Strecke mitgegangen sind und einem angefeuert haben" freute sich Sabine über den gelungen Einstand in Albstadt
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 Sturz mit zum Glück nur "kleinen" Folgen
Olympianorm erfüllt/06.07.15
(Foto: EGO Promotion)
Beim dritten Mountainbike Weltcup der Saison in Lenzerheide/SUI hat Sabine mit Rang 12 die Olympia-Norm bereits ein Jahr vor der tatsächlichen Nominierung durch den DOSB erfüllt. Damit hat Sabine gute Chancen in Rio ihre 5th Olympischen Spiele zu bestreiten.
Eine Woche nach der erfolgreichen (Bronze-Medaille) Marathon WM war Sabine noch nicht ganz so gut erholt wie erhofft. Sie erwischte zwar einen guten Start und war in den ersten beiden Runden bis auf Rang 8 vorgefahren, musste dann aber doch den Anstrengungen der Vorwoche Tribut zollen. Auf den verbliebenen 5 Runden verlor sie etwas an Boden und musste sich am Ende mit Rang 12 zufrieden geben. "Ich habe meinen Rhythmus nie optimal gefunden und gerade in den Passagen die mir eigentlich liegen meine Stärken nicht ausspielen können. Insofern kann ich Platz 12 zufrieden sein, zumal ich damit die Olympianorm bereist erfüllt habe" sagte Sabine im Ziel.

Es war ein Experiment. Nur eine Woche nach der extrem harten Marathon WM den Weltcup in Lenzerheide zu bestreiten schien im Vorfeld ein gewagtes Unterfangen. Denn zum einen war die Zeit für die Erholung sehr knapp, zum anderen war das Anforderungsprofil auf der technisch sehr anspruchsvollen 4km Runde ganz anders als auf der Marathon-Strecke. Doch es hat sich gelohnt, auch wenn das persönliche Gefühl von Sabine nicht optimal war. Aus der zweiten Startreihe ins Rennen gegangen, fand Sabine trotz des extrem hohen Anfangstempos gut ins Rennen. Zuerst auf Rang 10 platziert, arbeitet sie sich in der zweiten Runde bis auf Rang 8 nach vorne. Zu diesem Zeitpunkt schien sogar Rang 5 in Reichweite. Bei 30°C und einer sehr staubigen Strecke reichten dafür die Kräfte aber nicht mehr. Im Gegenteil: Sabine konnte das Tempo der Mitstreiterinnen nicht mehr ganz halten und verlor zusehens an Boden. "Gerade an den kurzen knackigen Anstiegen gelang es mir nicht, wirklich Gas zu geben. Das hat sich summiert, so dass ich die anderen zeihen lassen musste" kommentierte Sabine. In der letzten Runde hatte Sabine auch noch einen Sturz zu verkraften, der zum Glück - außer Abschürfungen und Prellungen an Knie, Hüfte und Ellenbogen - ohne größre Folgen blieb. Auch gelang es ihr, sich mit Rang 12 in den Top 15 zu behaupten und damit die geforderte Olympianorm zu erfüllen.
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 Traumhafte Kulisse bei der Mrathon WM im Val Gardena
15. Medaille bei 30.WM/28.06.15
(Foto: EGO Promotion)
Sabine hat in ihrer einzigartigen Karriere einen weiteren Meilenstein gesetzt. Auf der vielleicht schwersten Marathonstrecke der Welt - der Sella Ronda Hero - holte sie sich WM-Bronze nach einer extrem harten 60-km-Runde durch die Dolomiten. Damit erstürmte sich Sabine in Wolkenstein bei ihrem 30. WM-Start zum 15. Mal einen Platz auf dem Podium. „Ich hatte mich hier mehr als Außenseiterin gefühlt, weil viele Kontrahentinnen im Gegensatz zu mir eher als Kletterspezialistin gelten, was man eigentlich bei diesem Profil auch sein muss. Deshalb bin ich sehr sehr glücklich mit der Bronze Medaille“, so die Marathon-Europameisterin von Singen nach 3:43.43,2 Stunden über vier Pässe mit beeindruckenden 3400 Höhenmetern.

„Das war wirklich nicht unbedingt mein Gelände – und beim letzten Anstieg spürte ich leichte Krämpfe. Die hätten nicht vorher kommen dürfen.“ Entscheidend sei gewesen, bei der frühen Attacke der späteren Weltmeisterin Gunn-Rita Dahle (NOR) „nicht zu überpowern. Ich bin meinen Rhythmus gefahren und diese Taktik hat auch zum Erfolg geführt.“.
Um sie herum eine Landschaft wie aus dem Bilderbuch rund um die Berge des Rosengartens. „Ich habe dieses tolle Panorama seit unserer Ankunft genossen. Aber beim Wettkampf hat man keinen Blick dafür. Da zähle ich die Umdrehungen der Trittfrequenz“, so die naturverbundene Athletin vom Hochrhein. Zunächst galt es auch, den kühlen Bedingungen Rechnung zu tragen. Als einzige Starterin wählte sie Knielinge: auf den Pässen (Grödnerjoch, Campolongo, Pordoi, Sellajoch) in bis zu 2239 m Höhe sank die Temperatur auf 10 Grad („20 mehr wären mir lieber gewesen“), beim Ziel in Wolkenstein begann es zu tröpfeln. Da war die Herkulesarbeit aber vollbracht, die Bronzemedaille gesichert. „Bei dieser starken Besetzung hatte ich darauf nur im Idealfall gehofft. Umso schöner ist es das geklappt hat“ Wie an diesem Samstagmorgen (Start um 7:10 Uhr) im Grödner Tal.
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Enttäuschende DM/22.06.15
Bei den Deutschen Meisterschaften in Saalhausen (NRW) musste sich Sabine mit einem enttäuschenden 5 Platz zufrieden geben. Damit hat sie erstmals seit 1997 bei den Deutschen Cross Country Meisterschaften keine Medaille gewonnen. In Führung liegend hatte sie eingangs der zweiten von insgesamt sechs Runden direkt nach der "Tech Zone" - Bereich wo das Laufrad hätte gewechselt werden können - einen ersten Reifendefekt zu beklagen. Nach zweimaligen Versuch den Plattfuß selber in den Griff zu bekommen, musste in einer weiteren Tech-Zone am Ende der 4,2 km langen Runde das Rad wechseln. Obwohl sie bis dahin schon viel Zeit verloren hatte, war sie immer noch auf Medaillen-Kurs. Ein zweiter Reifen-Schaden in der dritten Runde beendeten dann aber auch diese Ambitionen. Denn beim zweiten Rad-Wechsel hatte sie wiederum viel Zeit eingebüßt, so dass das Podium danach außer Reichweite war. Trotz des doppelten Pechs hatte Sabine das Rennen nicht aufgegeben und sich nochmal bis auf den 5. Schlussrang nach vorne gekämpft. "Ich bin extrem frustriert. Das habe ich in 20 Jahren nicht erlebt, gleich zweimal einen solchen Reifenschaden einzufangen. Es müssen spitze Steine gewesen sein, die die Lauffläche des Reifen durchbohrt haben. Das passiert eigentlich sehr selten. Nach dem zweiten Mal war es schwer die Motivation und den Rhythmus wieder zu finden. Aber ich wollte nicht aufgeben, auch wenn ich kurz daran gedacht habe. Schade, aber auch das gehört zum MTB Sport. Gerne hätte ich meine Form unter Beweis gestellt" erklärte Sabine enttäuscht im Ziel.
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 Sabine Spitz in Gränichen
Platz 2 beim Swiss Cup/08.06.15
(Foto: EGO Promotion)
Gränichen bei Aarau, dem Austragungsort für den vierten Lauf des Swiss Cups, ist für Sabine ein bekanntes Terrain. Schon 1994 bestritt sie dort ihr erstes Rennen. Die Veranstaltung hat sich seither nicht nur in Bezug auf die Strecke enorm weiterentwickelt. So wie Bad Säckingen im September wurde dem Event vom Radsport-Weltverband der HC Status verliehen. Das verbricht nicht nur ein erhöhtes Preisgeld und besonders viele UCI Punkte, sondern auch ein Weltklasse Startfeld. So war die Besetzung des Damenfeldes kaum weniger stark, als zuletzt beim Weltcup in Albstadt. Vor allem die Weltcup-Führenden Jolanda Neff (SUI) und Gunn-Rita Dahle (NOR), galt es zu schlagen. Die Strecke hat es ebenfalls in sich und gehört in Bezug auf physische Anforderungen, als auch bei den technischen Schwierigkeiten zu den Anspruchsvollsten in der Schweiz. Damit waren die Voraussetzung für hochklassiges Mountainbike-Rennen perfekt. Dazu kamen sommerliche Wetterbedingungen. Doch während das Feld der Elite Damen mehrheitlich unter den hohen Temperaturen ächzte, frohlockte Sabine nahezu. Schwül heiße 29°C sind genau die Bedingungen, die sie liebt und mit „so sollte es immer sein“ erfreut kommentierte.

Trotzdem tat sich Sabine zu Beginn der sechs anspruchsvollen Runden etwas schwer. „Als wir die ersten beiden Male den langen Asphaltanstieg hochgefahren sind haben die Beine ganz schön gebrannt“ erzählte sie. Doch dann fand sie immer besser ihren Rhythmus und schob sich kontinuierlich nach vorne, bis auf Rang 4. In den letzten beiden Runden profitierte sie dann ein wenig vom Defektpech bei Irina Kalentieva und Eva Lechner (ITA), die mit jeweils einem Plattfuss eine kurze Zwangspause in der „Tech-Zone“ zum Laufrad-Wechsel einlegen mussten. Damit war der weg frei für Sabine auf Rang zwei. Schneller war nur die Schweizer Meisterin Jolanda Neff, die mit 5:32 Min Vorsprung in 1:32:17 Std. gewann. „Auch wenn der Rückstand natürlich etwas groß ist, bin ich mit meiner Leistung sehr zufrieden. Ich fand immer besser ins Rennen und konnte mich stetig steigern. Am Ende hatte ich natürlich etwas Glück, dass es Rang zwei geworden ist. Aber unabhängig davon war ich gut dabei und das ist entscheidend“ freute sich Sabine über die erneute Podiums-Platzierung beim Swiss Cup und auch über 70 Weltranglisten Punkte. Diese sind vor allem auch in Bezug auf die Anzahl der Startplätze bei den Olympischen Spielen von Bedeutung. In den nächste Wochen liegt der Fokus der Marathon Europameisterin vor allem auf der Vorbereitung für die Marathon WM Ende Monat in den Dolomiten.
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 Sabine Spitz auf dem Mountainbike Kurs in Albstadt
Gelungener Heimweltcup/02.06.15
(Foto: EGO Promotion)
Schon ein paar Tage vor dem Rennen war Sabine auf der Weltcup Strecke in Albstadt im Einsatz. Für die groß angelegte Sondersendung des SWR Fernsehens am Sonntagabend zum Mountainbike Weltcup in Albstadt stellte Sabine mit „Actioncam“ und in Begleitung eines ARD-Kammermanns die Strecke in Albstadt vor (Link...). Es waren gemischte Gefühle die sie dabei begleitet haben. Einerseits die Vorfreude auf den Heimweltcup vor einem großartigen Publikum, andererseits die Erinnerung an den Sturz mit der folgenschweren Schulterverletzung vor zwei Jahren und auch das für sie eher schwierige Profil mit 190hm auf der 3,6km langen Runde. „Die Strecke in Albstadt ist mit den beiden extremen Anstiegen prädestiniert für Bergspezialistinnen, zumal die Strecke nicht sehr technisch ist“ erklärte Sabine im Vorfeld.
Doch mit dem Startschuss zum zweiten Weltcup der Saison schien Sabine erst einmal beides zur Seite gelegt zu haben. Aus einer hinteren Startposition gestartet, fand sie bestens ins Rennen und fuhr von Beginn an einen sehr hohen Rhythmus. Schnell überholte sie mehrere Konkurrentinnen auf den ersten beiden Runden, was sie bis auf Platz 7 nach vorne brachte.

Vielleicht war der Einsatz dann doch etwas zu hoch, denn mehrmals schloss sie Lücken, zu vor ihr fahrenden Gruppen, was viel Kraft gekostet hatte. Aber erst in der zweitletzten, der insgesamt sieben Runden musste die Marathon-Europameisterin, dem hohen Tempo Tribut zollen und verlor etwas an Boden. „Eigentlich lief es perfekt für mich. Ich musste versuchen möglichst schnell Boden gut zu machen, was auch gelungen ist. Aber die Anstiege hier sind hammerhart und gegen Ende schaffte ich es nicht mehr ganz, dass hohe Tempo zu halten.“ sagte sie im Ziel.
Damit spielte sie auf die Tatsache an, dass in den letzten beiden Runden noch vier Plätze verloren gingen und Sabine als Elfte mit 2:37 Min. Rückstand auf Siegerin Jolanda Neff ins Ziel kam. „Es war ein gutes Rennen von mir und eine deutliche Steigerung zur letzen Woche in Tschechien, zumal sich der Rückstand auf die Siegerin in Grenzen hielt„ zeigte sich Sabine durchaus zufrieden mit der persönlichen Bilanz.
Damit hat sie auch die B-Norm des DOSB (zweimal zu erreichen) zur Olympia-Qualifikation zumindest einmal erreicht, wobei sie selbst darauf im Moment kein besonderes Augenmerk legt. „Der Zeitraum bis zur Nominierung ist noch lang, deshalb mache ich mir dazu im Moment keine großen Gedanken“ erklärte sie. Mit dem gelungen Heimweltcup kann Sabine nun optimistisch auf die weiteren Saisonhöhepunkte wie die Marathon WM in vier Wochen schauen.
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 Start zum Mountainbike Weltcup 2015
Jubiläum läuft nicht nach Wunsch/25.05.15
(Foto: EGO Promotion)
Ihren 100. Start bei einem Mountainbike Weltcup hatte sich Sabine ganz anders vorgestellt. Nach dem Sieg bei den Europameisterschaften vor zwei Wochen durfte sie sich auch auf einen guten Weltcup Einstand 2015 Hoffnungen machen. Die Vorzeichen für den Start in ihre 20. Weltcup-Saison waren entsprechend gut, das Training lief perfekt und auch mit der 4,1 km langen, technisch sehr anspruchsvollen Strecke in Nove Mesto/ Tschechien kam die 43jährige bestens zu Recht. Auch die nicht ganz optimale Startposition – dritte Startreihe – sollte in Nove Mesto kein allzu großes Hindernis sein, um sich eine gute Ausgangslage für den Heimweltcup in Albstadt am kommenden Wochenende zu verschaffen. Leider kam es anders. Nach gutem Start reihte sich Sabine nach einer verkürzten Startrunde und der ersten ganzen Runde auf Rang 10 ein. Eigentlich eine gute Position, um sich nach vorne zu orientieren, so wie sie das schon unzählige Mal in der Vergangenheit demonstriert hat. Doch dann begannen bei - ungeliebten - nasskalten äußeren Bedingungen die Probleme.

„Ich habe einfach keinen Druck auf das Pedal bekommen. Meine Muskulatur funktionierte nicht richtig und ich konnte das Tempo nicht mehr hochhalten, so dass ich auch gegenüber den von hinten auffahrenden Konkurrentinnen nur wenig entgegenzusetzen hatte.“ erklärte Sabine im Ziel. Damit verlor sie auf den verbliebenen 4 Runden zusehends an Boden, auch wenn sie um jeden Meter kämpfte. Trotz der massiven Schwierigkeiten biss sie sich durch und schaffte mit Rang 18 und 6:19 Min Rückstand auf Siegerin Jolanda Neff (SUI) immerhin noch ein Top 20 Resultat, was in Anbetracht der extrem hohen Leistungsdichte für viele ein Wunschergebnis wäre. Aber der Maßstab ist für Sabine natürlich ein anderer: „Es ist frustrierend wenn man seine Leistungsfähigkeit nicht abrufen kann.“ so ihr enttäuschtes Fazit. Doch sie schaut auch nach vorne und hofft einen besseren Tag beim ihrem 101 Weltcup in Albstadt am kommenden Wochenende.
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 Podium bei der Mountainbike Marathon EM
EM Gold im Hegau/12.05.15
(Foto: EGO Promotion)
Gold bei der Marathon-Europameisterschaft. Sabine Spitz gelang ein optimaler Einstieg in ihre 22. Saison auf dem Mountainbike. Bei ihrem ersten wichtigen Saisonrennen in Singen siegte sie nach 3:10,35 Stunden über die Distanz von 80 Kilometer. Die Entscheidung fiel nach einem spannenden von der Taktik bestimmten Rennen auf den letzten 1000 Metern. Dem Angriff bei der „Flamme Rouge“ durch die Weltranglisten-Erste und Weltcup-Siegerin Jolanda Neff (SUI) konnte lediglich Sabine folgen. Auf den letzten 500 Metern konterte Sabine den Angriff der 21-jährigen Schweizerin, überspurtete sie und fand auf dem letzten Metern die besser Linie, so dass die eigentlich als sprintstärker eingeschätzte Neff keine Chance mehr hatte. „Einfach genial, alles richtig gemacht, ein optimaler Tag“ strahlte die überglückliche Siegerin, die damit ihren vierten EM-Titel und die insgesamt elfte Medaille bei den kontinentalen Meisterschaften einheimste. Auf Rang Drei folgte mit 9 Sek. Rückstand mit Esther Süss eine weitere Schweizerin, die beim Angriff der Schweizer Teamkollegin - wie auch die anderen sechs Fahrerinnen der 8-köpfigen Führungsgruppe - nicht mehr folgen konnte.

Es waren beste Bedingungen, bei denen das Feld der Frauen zu zwei langen Runden durchs Hegau startete. Sonne, trocken – damit ein schneller Parcours. Dass mehrere Weltklasse-Athletinnen in letzter Minute gemeldet hatten, schien das Unternehmen Medaille eher zu gefährden – doch Sabine gehörte von Anfang an zu den Führenden und war zu jeder Zeit auf der Höhe des Geschehens. Schon bald nach dem Start hatte sich eine 8-köpfige Spitzgruppe gebildet, in der auch alle potentiellen Medaillenkandidatinnen zu finden waren. Tempoverschärfungen durch Sally Bigham (GBR) und Esther Süss in den Anstiegen konnte Sabine immer problemlos folgen. Nach 55 km schien dann eine erste Vorentscheidung zu fallen. Beim längsten und härtesten Anstieg, setzten sich Sabine und Esther Süss von ihren Begleiterinnen ab. Lediglich Jolanda Neff konnte den Anschluss noch einigermaßen halten, während Mitfavoritin Gunn-Rita Dahle (NOR) und die anderen den Kontakt erst einmal verloren hatten. In der anschließenden längeren Flachpassage kam es jedoch wieder zum Zusammenschluss der Kontrahentinnen, so dass alles auf ein großes Sprintfinale hinauszulaufen schien, was nicht unbedingt im Sinn von Sabine war: „Normalerweise sind Spurts nicht so mein Ding“. Bis zur 1000 Meter Marke waren alle noch dicht zusammen und man belauerte sich. Dann war es mit Jolanda Neff die Jüngste und vermeidlich Schnellste, die die Initiative ergriff. Nur Sabine reagierte sofort auf die Tempoverschärfung und hing sich an das Hinterrad der Schweizerin. „Ich dachte 1000m, jetzt 2 Minuten Vollgas …dann spürte ich etwas 500m vor dem Ziel wie Jolanda langsamer wurde, das war für mich das Signal selbst zu attackieren, vorbeizugehen und alles auf eine Karte zu setzen. Auf den letzten Metern habe dann auf dem Zick-Zack-Kurs durch die Stadt auch die beste Linie gefunden.“ schilderte Sabine die dramatische, an Spannung nicht zu überbietende Schlussphase. Mit fünf Metern Vorsprung überquerte sie als Siegerin die Ziellinie, vom Rathaus-Balkon applaudierten die VIP-Gäste. Respekt, Sabine, der dieser Coup viel Motivation für die nächsten Aufgaben gibt. In zwei Wochen beginnt der Mountainbike-Weltcup, die WM in Andorra im September nennt sie als großes Ziel. Auf dem Weg zu ihren fünften Olympischen Spielen 2016 in Rio.
Einmal mehr spielte auch die Materialwahl eine Rolle. Ihr selbst konzipiertes Bike für die Marathon-EM mit starrer Gabel erwies sich als ebenso stabil wie wendig und war ultraleicht. „Im Vorfeld hatte ich auch nochmals an meiner Tempohärte gearbeitet.“ U.a. mit zahlreichen Starts bei Straßenrennen mit Männern. Das hat sich ausgezahlt. „Mein erstes Saison-Highlight zu gewinnen: das ist einfach hundertprozentig“, so die überragende deutsche Mountainbike-Spezialistin der letzten 20 Jahre.
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 Foto
Achtzig EM-Kilometer durchs Hegau/08.05.15
(Foto: EGO Promotion)
Nicht, dass es Sabine zu wohl wäre. Aber die MTB-Olympiasiegerin von Peking ist eben in allen Sätteln zuhause. Straßenrennen diese Woche an der Schweizer Grenze, vorher Teilnahme an mehreren Abendrennen über Asphalt. „Ich brauche dieses Wettkampffeeling. Da ist man mehr gezwungen, die Höchstleistung abzurufen. In solche Spitzenbereiche kommt man im Training nicht hinein.“ Und die 43-Jährige hat 2015 allerhand vor. Beginnend bei der Marathon-EM am Sonntag in Singen. „Ja, ich will eine Medaille“, sagt sie überzeugt. Vor zwei Jahren gewann sie bei den letzten Titelkämpfen im Hegau Bronze. Das ist der Anspruch.

Doch der Reihe nach. Nach der vergangenen Saison, als der Weltcup-Kalender die Mountainbiker zu Kilometerfressern mit den Jets machte, musste Sabine durchatmen. Dann traf sie die Entscheidung, bis Rio 2016 weiter zu machen und igelte sich ein bisschen ein. „Ich war froh, eine längere Phase zuhause zu sein.“ Erst ein Trainingslager auf Gran Canaria unterbrach die Einheiten entlang des Hochrheins. Kraft und Motivation kehrten zurück – bei den beiden ersten MTB-Starts ergatterte sie in Liechtenstein und im Tessin prompt Treppchenplätze.

Schön, wenn alles wie am Schnürchen läuft… Von wegen. Gesundheitliche Probleme im persönlichen Umfeld ließen doch manche Planungen wage werden und erforderten einiges an Improvisations-Kunst. Mit der Unterstützung von Bekannten und Freunden, lies sich das Wettkampf-Programm mit Blick auf die bevorstehende EM dann doch umsetzten.

Ein Grund, vor dem 80-km-Rennen in Singen zu strahlen? „Was der Wetterbericht Anfang dieser Woche prognostiziert hatte war nicht so toll, jetzt scheint es aber doch ganz angenehm zu werden…“ freut sich Sabine, die ja eine bekennende Schönwetter–Fahrerin ist, Profi hin oder her. Und den Kurs rund um Singen kennt sie auch ganz gut. „Da entscheidet die Taktik. Es geht über freie Flächen, Windschattenfahren ist da sicher ein Thema, man muss ökonomisch fahren, wobei man sich aber auf alles taktischen Varianten einstellen muss“.

Gunn-Rita Dahle (NOR) und die Weltranglistenerste Jolanda Neff aus der Schweiz sind die Hauptrivalinnen. Die 42-jährige Skandinavierin, in ihrer Heimat das Pendant zu Sabine, die absolute MTB-Queen, brettert seit Wochenbeginn durchs Hegau. Scheint topfit. Dazu kommen mit Sally Bigham (GBR) und Esther Süss (SUI) zwei weitere Top-Anwärterinnen auf eine Medaille. Und Sabine: „Wenn ich mich isoliert betrachte, bin ich in recht guter Form.“ Was das genau heißt, wird sich am Sonntag zeigen.
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 Viel Schlamm bei Mountainbike Rennen im Tessin
Platz 3 im Tessin/27.04.15
(Foto: EGO Promotion)
Im strömenden Regen des Tessins „schwamm“ Sabine im dritten Saisonrennen förmlich zur zweiten Podiums-Platzierung des Jahres. Das Rennen zum Swiss-Cup in Tesserete/ Lugano wurde zur echten Bewährungsprobe für Mensch und Material. Pünktlich zum Start der Damen-Entscheidung setze sehr starker Regen ein, der die 4 Runden auf der anspruchsvollen und mit vielen Wurzeln durchsetzten sechs Kilometer Runde zur echten Schlammschlacht werden ließ. Eigentlich sind das ganz und gar nicht die bevorzugten Bedingungen von Sabine. Sie ließ sich davon aber nicht beirren und zeigte sich von Anfang an motiviert in den vordersten Regionen des gut besetzten Damenfeldes. Mit den schmierig-schwierigen kam sie dank richtiger Reifen Wahl – Schwalbe Rocket Ron - gut zurecht und hielt die als Regen-Spezialistin bekannte Vize-Weltmeisterin Irina Kalentieva (RUS) gut in Schach. Es war lediglich die Weltranglisten-Erste Jolanda Neff (SUI) die noch besser zurecht kam und das Rennen souverän nach 1:36:13 Std gewann. Ebenso souverän belegte Sabine Rang 3. „Es war wirklich schwierig heute, sich auf dem Bike zu halten, aber das ist auch ein super Training, weil man solche Bedingung nicht simulieren kann. Mit Rang drei bin ich deshalb sehr zufrieden“ zog Sabine für sich die positive Bilanz.

Es war auch ein wenig ein Reifenpoker im Tessin, das ansonsten ja eher sonnenverwöhnt ist. Zwar präsentierte ich die anspruchvolle Strecke schon im Training nass, aber so richtig schlecht wurden die Bedingungen erst als der Start der Damen Elite unmittelbar bevorstand. Während einige auf reine Schlammreifen setzten – wie die Siegerin Neff- entschied sich Sabine für ein Art „Intermidiate“ Reifen, also eine Mischung aus Nässe/-Trockenreifen, der etwas besser rollt aber natürlich nicht ganz das maximale Grip-Niveau bietet. Das war eigentlich eine ganz gute Wahl, bestätigte Sabine im Ziel, zumindest in den ersten zwei Drittel des Rennens. Mit zunehmender Renndauer verschlechterten sich die Bedingungen aber zusehend, so dass Passagen die eine Runde davor noch fahrend zu bewältigen waren, dann – zumindest mit den gewählten Reifen – nur noch zu Fuß machbar waren. So kam es in der letzten Runde zu einigen unfreiwilligen Laufeinheiten, was für Sabine bekannter Maßen nicht unbedingt ein Vorteil ist. Das verhinderte auch, dass Sabine nochmals einen ernsthaften Angriff auf die Zweitplatzierte Süss gestartet hat, obwohl diese eingangs der letzten Runde nur och ein Mini-Zeitpolster von 6 Sekunden vorzuweisen hatte. „Es ist natürlich schade, dass es nicht mehr ganz gereicht hat, aber am persönlich guten Gefühl ändert das nichts“ erklärte Sabine im Ziel. Mit fast zwei Minuten Rückstand belegte die Russin Kalentieva in Ziel Rang vier. Nach einer Wettkampf-Pause am kommenden Wochenende steht für Sabine am 10 Mai in Singen ein erster Saison-Höhepunkt auf dem Programm. Beim „Heimrennen“ geht es um den Titel der Marathon-Europameisterin über die Distanz von 80 km.. Sabine will dort im Kampf um die Medaillen auf jeden Fall ein Wörtchen mitreden.
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Podium zum Saisonstart/13.04.15
(Foto: -
Gleich zu Beginn ihrer 22. Mountainbike Saison schaffte Sabine den Sprung auf das Podium. Beim Auftakt des Swiss-Cup in Schaan/ Leichtenstein belegte sie nach 7 Runden Rang 3 mit einer Fahrzeit von 1:29:34 Std. Im ersten MTB-Rennen seit mehr sechs Monaten gelang es Sabine von Anfang an Akzente zu setzen und sich an der Spitze des 40köpigen Feldes unter den Top 3 zu positionieren. Den Platz auf dem Podium verteidigte sie gegen die international starke Konkurrenz souverän und war nie gefährdet. Dementsprechend zufrieden zeigte sich Sabine im Ziel: „Ich bin positiv überrascht, dass ich in meinem ersten Mountainbike-Rennen seit langem, so gut mit dem Renntempo zurecht gekommen bin und auch bei den Rhythmuswechseln keine Schwierigkeiten hatte. Das war in den letzten Jahren nach dem Winter immer etwas ein Problem“. Der Sieg ging an die Weltranglisten-Erste Jolanda Neff aus der Schweiz. Sie überquerte nach 1:26:03 Std als Erste das Ziel. „Platz drei ist für mich ein super Ergebnis auf dem ich aufbauen kann, für die wichtigen Rennen im Mai. Dabei denke ich vor allem auch an die Mountainbike-Marathon-EM in Singen“ kommentierte Sabine ihren Saisonauftakt.

In der ersten Runde war Sabine die Einzige, die im Anstieg zum höchsten Punkt der knapp vier Kilometer langen Runde, dem hohen Anfangstempo der Weltcup-Siegerin 2014 Jolanda Neff folgende konnte. Erst in der Abfahrt tat sich nach einem Fahrfehler eine kleine Lücke auf, die dann kurz vor der ersten Zieldurchfahrt durch „Tempoüberschuss“ in einer Kurve und dem Verheddern mit dem Absprerrband nochmals deutlich größer wurde. Dass war auch die Gelegenheit für eine vierköpfige Verfolgergruppe wieder zu Sabine aufzuschließen bzw. sie zu überholen. Schon in der zweiten Runde holte Sabine die Vier wieder ein, wobei sich die Ex-Schweizer Meisterin Esther Süss im langen Anstieg schon einen kleinen Vorsprung verschafft hatte. Während Sabine drei Mitstreiterinnen schnell distanzieren konnte, gelang es ihr nicht mehr, nochmals zu der Schweizerin aufzuschließen. „Ich hatte einen guten Rhythmus, konnte aber speziell am Berg nicht schneller fahren um Süss nochmals einzuholen. Da fehlte mir im Moment einfach noch die Tempo- und Wettkampfhärte“ erklärte Sabine nach dem Rennen. Die Verfolgerinnen versuchten in der zweiten Rennhälfte abwechselnd nochmals zu Sabine auszuschließen um ihr den Podiumsplatz streitig zu machen, was aber nicht gelang. Souverän konterte Sabine diese Angriffe und erhöhte das Tempo nach Bedarf, wenn die Lücke kleiner als 20 Sek wurde. So war die erste Podiums-Platzierung im ersten Rennen nie in Gefahr.
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 Sabine will 2015 wieder angreifen, wie beim Mountainbike Rennen in Bad Säckingen
Gute Saison-Vorbereitung /02.04.15
(Foto: R.Schäuble)
Schon seit Wochen steckt Sabine in den Vorbereitungen für die neue Mountainbike-Saison. Ob am heimischen Hochrhein rund um Bad Säckingen – wo der Winter einmal mehr besonders radsportfreundlich war – auf den Kanarischen Inseln oder auf Zypern, stets sammelte sie ihre Trainingskilometer für die neue Mountainbike-Saison. Diese beginnt für Sabine am 12 April in Liechtenstein beim ersten Lauf zum Swiss Cup. Es wird eine erste Standortbestimmung sein für das vorolympische Jahr, das schon ganz im Zeichen von Rio 2016 stehen wird. So gesehen ist es auch ein Übergangsjahr für Sabine. Trotzdem verspricht es spannend zu werden. Denn schon jetzt werden die Weichen gestellt für das Großereignis in Brasilien 2016. In der Saisonvorbereitung setzte Sabine mit der Formel „Weniger ist mehr“, ein paar neue Akzente. Nur mit dem stetigen Wandel und die Anpassung an die neuen Herausforderungen im Olympischen Cross-Country, hat man die Chance seinen Platz in der Weltspitze zu verteidigen. Auch wenn das in den letzten 15 Jahren beispiellos gelungen ist, muss sich Sabine immer wieder aufs Neue dieser Herausforderung stellen, die mit den Jahren nicht leichter wird. Die wichtigsten Ziele in diesem Jahr sind die Marathon EM in Singen am zweiten Mai Wochenende und die Cross-Country Weltmeisterschaften in Andorra am ersten September-Wochenende. Und sonst?

Sonst eher weniger, denn wie gesagt, weniger ist oft mehr. Nach einer extrem umfangreichen und anstrengenden Saison 2014 mit vielen Höhepunkten und konstant guten Leistungen, will sich Sabine auf wenige Ziele konzentrieren, was aber nicht heißt, dass sie bei andern Einsätzen unmotiviert am Start steht. Speziell die Weltcups in Tschechien, Deutschland und der Schweiz, werden ein entsprechendes Gewicht haben
Die Vorbereitung über den Winter lief - um es in einem Satz zu sagen – gut. Nach den ersten Trainingskilometern im November und einigen spontanen Ausflügen ins Cross Metier - die mit Rang 3 bei den Deutschen Crossmeisterschaften im Januar auch sehr erfolgreich waren -, gehörte ab Januar die Konzentration ganz der Mountainbike-Saison. Allerdings hat sich Sabine etwas mehr Ruhe gegönnt als in den Vorjahren und hat vor allem mehr Zeit am heimischen Hochrhein verbracht. „Das war mir sehr wichtig. Weniger reisen, weniger unterwegs sein, mehr Zeit im gewohnten Umfeld verbringen hatte Priorität. Und ich glaube es hat mir gut getan, auch wenn ich vielleicht nicht ganz die üblichen Umfänge bestritten habe“ erklärt Sabine. „Letztes Jahr war Ende August der Akku leer und ich hatte wirkliche keine Lust mehr. Das was auch mit ein Grund warum ich mir mit der Entscheidung, noch bis Rio weiter zu machen, relativ lange Zeit gelassen habe“ beschreibt sie die Situation im Herbst 2014. „Deshalb gehe ich die Saison grundsätzlich anders an als im Vorjahr“. Geholfen hat ihr dabei, dass der Winter zwischen Basel und Schaffhausen „radfreundlich war“. Ich konnte ganz gut trainieren. Dazu zählten mit dem Schnee im Januar auch ein paar Langlauf-Einheiten im Hotzenwald. Erst im Februar stand ein erstes Traininglager im Süden auf dem Programm. Dort wurde sie zwar durch eine Erkältung in den ersten Tagen etwas gebremst aber sonst ging es recht gut. Den zweiten – etwas intensiveren Trainingsblock – bestritt sie zuletzt auf Zypern. Bis zum ersten Mountainbikerennen am kommenden Wochenende war dann noch etwas Zeit. Diese hat sie zu Hause genutzt um rechtzeitig in Form zu kommen, auch wenn das Wetter vor Ostern „etwas schwierig“ war und zu ein paar Kompromissen gezwungen hat. So richtig soll die Form dann aber auch erst Anfang Mai stimmen. Denn dort will Sabine bei der Heim-EM in Singen ihre 11. EM Medaille gewinnen.
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